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klären, daß die Seele den Körper bewege; denn dadurch, daß sieselbst bewegt sei, bewege sie auch den Körper, weil sie mit dem-selben eng verflochten sei. Er hat ncmlich die gerade Linie, welcheaus den Elementen besteht und nach den harmonischen Zahlengetheilt ist, in einen Kreis umgebogen, damit sie eine mit Har-monie verwachsene Wahrnehmung habe und damit das Ganze inharmonischen Bewegungen sich bewege, und aus dem einen Kreistheilt er wieder zwei Kreise ab, welche an zwei Orten Zusammen-hängen und theilt dann wieder den einen Kreis in sieben Kreise,um darzustellen, daß die Umschwünge des Himmels zusammen-sallen mit den Bewegungen der Seele.
Erstens nun ist es nicht richtig, wenn man sagt, die Seelesei eine Größe, denn die Seele des Ganzen, die Weltseele, solldoch offenbar von der Beschaffenheit sein, wie das, was man Geistnennt; sie kann ja doch nicht so sein, wie die wahrnehmende oderwie die begehrende Seele, deren ") Bewegung ja nicht die Kreis-bewegung ist. Der Geist aber ist Einer und ist zusammenhängendgerade so, wie auch das Denken, das Denken aber sind die Ge-danken, diese sind eins, sofern sic eine zusammenhängende Reihebilden, wie die Zahl, aber nicht wie die Größe. Darum ist auchder Geist nicht in der im Timäus angegebenen Weise zusammen-hängend, sondern er ist „entweder untheilbar oder doch nicht zusam-menhängend in der Art einer Größe. Denn wie sollte der Geistauch denken, wenn er eine Größe wäre? so, daß er die Gegenständeim Ganzen berührt, oder mit irgend einem seiner Theile? Imletzteren Falle müßte es geschehen vermöge einer Größe oder ver-möge eines Punkts, wenn man einen solchen überhaupt einen Theilnennen darf. Geschieht es nun vermöge eines Punkts und sind diePunkte unendlich, so kann der Geist offenbar niemals zu Endekommen; geschieht es aber vermöge einer Größe, so muß er oftoder unzähligemal eben dasselbe denken. Allein es ist offenbar mög-lich , daß er etwas auch nur Einmal denkt. — Ist es aber genü-
*1 Ihr Zi«I ist das Aeußerliche, der Geist im Denke» kehrt zu sich selbst zu-rück, saht sich zur Einheit zusammen. Geist, Denken und Gedanke sind eigentlichdasselbe, nur in verschiedenen Stadien der Entwicklung.