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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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Diejenigen endlich, welche Gegensätze in den Principien an-nehmen '), lassen auch die Seele aus dem Entgegengesetzten be-stehen; Andere nehmen einen der Gegensätze an, wie das Warme,das Kaltes oder etwas dergleichen, und diese bestimmen in ent-sprechender Weise auch die Seele als Ein derartiges. Daherwählen sie denn auch entsprechende Benennungen; die nemlich,welche sich für das Warme erklären, sagen, davon habe auch dasLeben seine Benennung, indem es eigentlich ein Aufwallen be-deute ^), während die Vertreter des Kalten behaupten, die Seelehabe ihren Namen vom Aufathmen und Mühlen, wornach Seeleeigentlichdie kühlende" wäre^).

Damit sind denn die früheren Ansichten über die Seele nebstder Motivirung derselben aufgeführt.

Drittes Kapitel.

Fortsetzung der Kritik früherer Theorieen, besonders der von Plato imTimäus vorgetragenen.

Wir müssen nun zuerst die Bewegung einer näheren Unter-suchung unterwerfen; denn vielleicht ist es nicht bloß unrichtig,daß die Substanz der Seele von der Beschaffenheit ist, wie sievon denjenigen bestimmt wird, welche sagen, Seele sei das, wassich selbst bewege oder sich selbst bewegen könne, sondern es istvielleicht geradezu unmöglich, daß der Seele Bewegung zukommc.Schon oben 5) ist darauf hingewiesen worden, daß das, was be-wegt, nicht nothwendig auch selbst bewegt sein muß. Nun istdie Art und Weise, wie etwas bewegt wird, immer eine zwei-

') Wie EmpedokleS, bei welchem die Elemente aus Entgegengesetztem bestehen,wozu noch Streit und Freundschaft kommen.

2) Bez. Heraklit und Hippo.

ch Wortspiel von leben und sieden, wallen.

und wovon Abkühlung, gehören allerdings

derselben Wurzel an. Auch ?Iat. Lrat. x. 8SS L sithrt dieselbe Etymologie anund erklärt das Prineip der Seels als ry das Abkühlende.

S) I 8 in.