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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
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Erbe sieht man durch Erbe, und Wasser sieht man durch Wasser,Göttliche Luft durch Luft, durch Feuer verzehrendes Feuer,

Liebe wieder durch Liebe, durch Feindschaft traurige Feindschaft >1."

Auf dieselbe Weise läßt auch Plato im Timäus (x. 3435 St.) die Seele aus den Elementen bestehen, es werde nemlichdas Gleichartige durch das Gleichartige erkannt, die Dinge aberbestehen aus den Priucipien. Aehnliche Bestimmungen finden sichin der Schrift über die Philosophie ^): das Thier an sich besteheaus der Idee des Eins und der UrLänge, Breite und Tiefe,und das Andere in ähnlicher Weise. Oder es war auch nochanders ausgedrückt: das Eins sei der Geist, die Zwei sei dasWissen, denn dieses gehe einfach auf das Eins, die Zahlder Fläche sei das Meinen, die des Körpers die Wahrnehmung;die Zahlen nemlich wurden die Ideen selbst und die Principiengenannt und sie sind ans den Elementen. Erkannt aber werdendie Dinge theils durch den Geist, theils durch das Wissen, theilsdurch das Meinen, theils durch die Wahrnehmung; diese Zahlenaber sind Ideen der Dinge. Da man nun ferner annahm, dieSeele sei etwas, was bewege und ans die genannte Weises er-kenne, so haben Einige diese beiden Bestimmungen vereinigt unddie Seele für eine Zahl erklärt, welche sich selbst bewege.

Eine Meinungsverschiedenheit aber findet statt hinsichtlich derPrincipien, nemlich über Wesen und Zahl derselben, hauptsächlich

*) Nach Emped. wird Alles durch das Gleichartige in uns erkannt.Den-selben Ursprung hat auch das Denken; Verstand und Denkkraft sind nach E. inallen Dingen, ohne daß in dieser Beziehung zwischen dem Geistigen und Körper-lichen zu unterscheiden wäre; das Denken wird daher ebenso wie alle andernLebensthätigkeitcn von der Mischung der Stoffe im Körper herrühren und abhängen,wir denken jedes Element mit dem entsprechenden Clement in unserem Körper."Zeller 1^ 648 f. (542).

2) Welche nicht auf uns gekommen ist.

6) Mit Interpunktion nach s. Torstrik.auf die genannte Weise",

nemlich so, daß Gleichartiges durch Gleichartiges erkannt wird. Da nun die Dingeaus Zahlen bestehen, so ergibt sich daraus auch für die Seele, daß sie Zahl ist;dazu kommt noch als zweites die bewegende Kraft. Es war dieß die Ansicht desXenokrates.

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