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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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sagen wird: ein Haus sei Stein, Backstein und Holz; dieß istdie Materie, die erstere Bestimmung aber gibt die in der Materieenthaltene Form, das Warum. Wer ist nun hier der wahrePhysiker? der, welcher sich mit der Materie beschäftigt, ohne vondem Begriff etwas zu wissen, oder derjenige, welcher nur mit demBegriff zu thun hat? oder Wohl richtiger der, welcher beidesmit einander verbindet? Von den zwei erstgenannten aber, wasist da jeder? Es ist doch Wohl so, daß kein Anderer mit denZuständen der Materie, sofern sie ungetrennt und ganz untrenn-bar sind, sich beschäftigt, als eben der Physiker, welcher mit allemdemjenigen zu thun hat, was Funktion oder Zustand des unddes Körpers und der und der Materie ist; was aber nicht vondieser Art ist, ist Sache eines Andern, wie etwa mit mancheneinzelnen Dingen der Künstler zu thun hat, z. B. der Baumeisteroder der Arzt; was aber zwar nicht getrennt werden kann, abernicht als Bestimmtheit eines so oder so beschaffenen Körpers derBetrachtung unterliegt, und durch Abstraction entsteht, das fälltdem Mathematiker zu; endlich sofern etwas von der Materie los -getrennt ist, ist es Sache des Metaphysikers ').

Doch wir müssen auf unfern eigentlichen Gegenstand wiederzurückkommen. Wir haben gesagt, die Zustände der Seele seiennicht trennbar von der physischen Materie der Thiere, sofernnemlich eben solche Zustände gemeint sind, wie Zorn und Furcht,nicht aber von der Art, wie Linie und Fläche 2).

Zweites Kapitel.

Uebersicht und Kritik der Ansichten früherer Philosophen über das Wesen

der Seele.

Bei unsrer Untersuchung über das Wesen der Seele ist esnothwendig, daß wir zugleich die Schwierigkeiten uns vorlegcn,in Betreff deren wir im Lauf der Untersuchung zu einer Klarheit

1) Oder, wie Aristoteles es bezeichnet, derersten Philosophie", der

2) Bei welchen vom Körper abstrohirt wird.