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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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bute ist von wesentlicher Bedeutung für die Erkenntniß des Was;denn wenn wir im Stande sind, auf Grund der Vorstellung ')über die Attribute, entweder über alle oder über die meisten, eineErklärung zu geben, dann werden wir auch von der Substanzselbst am besten eine Erklärung zu geben vermögen; Princip nem-lich von jedem Beweisverfahreu ist das Was, daher alle diejenigenDefinitionen, aus welchen sich nicht die Erkenntniß der Attributesofort ergibt, sondern bei welchen selbst eine Verinuthung überdieselben noch Schwierigkeiten hat, offenbar rein dialektisch^) ge-halten und samt und sonders nichts werth sind.

Schwierigkeiten erheben sich ferner auch bei den Zuständender Seele, ob sie nemlich alle auch zugleich demjenigen zukommen,worin die Seele sich befindet, d. h. dem Körper, oder ob cs etwasgibt, was der Seele allein und ausschließlich zukommt, hierübermuß man nothwendig ins Klare kommen, so schwierig diese Frageauch ist. Es scheint in dieser Beziehung, daß die Seele in derRegel weder eine Funktion ausübt, noch sich leidend verhält ohneden Körper, wie z. B. beim Zornigwerden, Muthigsein, Begehrenund beim Wahrnehmen nach seinem ganzen Umfang; am meistenkönnte man das Denken als etwas der Seele Eigenthümliches an-sehen, ist aber auch das Denken eine Art von Vorstellung odergeht es wenigstens nicht ohne Vorstellung vor sich, so wäre auchhier unmöglich anzunehmen, daß es ohne den Körper geschehenkönnte 3).

Ist nun eine von den Funktionen der Seele oder ein lei-dendes Verhalten derselben ihr ganz eigenthümlich, so wäre esmöglich, daß sie vom Körper sich trennte; gehört aber nichts ihrganz ausschließlich an, so könnte sie nicht getrennt werden, viel-mehr wäre es wie beim Geraden als solchem, welchem auch vielerlei

^ Welche freilich für sich noch keine wissenschaftliche Erkenntniß gewährt.

2) ueber den Begriff der Dialektik, welche mit der Sophistik verwandt ist,s. LlstapL. IV. 2 :die Dialektik und die Sophistik kleiden sich in das Gewandder Philosophiedie Sophistik ist nemlich bloß eine Schcinweisheit, die Dialek-tiker aber wollen eben über alles sprechen; wo die Philosophie erkennt, datastet die Dialektik bloß herum."

3) Sofern die Vorstellung aus der Thätigkeit der Sinne beruht.