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4 (1895) Politik
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Siebentes Bach. Fünfzehntes Kapitel.

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im Vorbeigehen berührt, später^ werden wir länger bei ihm verweilenund in einer Untersuchung schärfer bestimmen, ob der Besuch desTheaters der Zugend überhaupt nicht gestattet sein soll oder welcheEntrichtungen zu treffen sind, wenn man ihr denselben gestattet. Er-wähnt haben wir den Gegenstand für jetzt insofern, als seine Be-trachtung nicht abzuweisen war.

10. Übrigens hatte der tragische Schauspieler Theodo'ruZovielleicht nicht so unrecht, wenn er keinen, auch nicht den un-bedeutendsten Schauspieler vor ihm auf die Bühne treten lassenwollte, weil sich die Zuschauer mit dem, was sie zuerst hörten, be-freundeten. Ganz dasselbe ist nun auch der Fall in dem Verkehremit Menschen und Dingen: wir haben alle eine Vorliebe für unsereersten Eindrücke. Es mutz daher für die Tugend alles Schlechte ineine unbekannte Ferne gerückt werden, besonders alles dasjenige, waslasterhaft macht und das Gemüt mit Böswilligkeit erfüllt.

Sind die ersten fünf Jahre zurückgelegt, so müssen sie zweiJahre hindurch bis zum siebenten schon bei dem Unterrichte derjenigenLehrgegenstände Zuhörer sein, welche sie später lernen sollen.11. Es ist übrigens der Unterricht nach zwei Altersstufen zu scheiden:die eine geht vom siebenten Jahre bis zur Mannbarkeit, die anderevon der Mannbarkeit bis zum einundzwanzigsten Jahre. Das ge-wöhnliche Verfahren, die Lebensalter nach der Siebenzahl zu scheiden,empfiehlt sich aber nicht; man mutz vielmehr da scheiden, wo dieNatur in der Scheidung vorangegangen ist. Alle Kunst und Bildung

8. Der Autor kommt in diesem Werk nicht auf den Gegenstand zurück.Das Werk, in welchem er ihn behandelte, ist wahrscheinlich verloren gegangen.

9. Berühmter Schauspieler, Zeitgenosse des Aristoteles und Pollus.Seines schönen Organs gedenkt Aristoteles in mehrere» Stellen seinerRheto'rik. Dieser Theodorus trat also, wenn er auch die Hauptrolle spielte,immer zuerst auf und übernahm mithin wenigstens für den Anfang dieRolle des Schauspielers, der zuerst zu sprechen hatte, damit die erstenEindrücke, die das Publikum erhielt, in Spiel und Deklamation auch dieedelsten wären. Die Zuhörer sollten die erste Frische ihrer Teilnahmenicht an das unbedeutendere Spiel verschwenden. Es kam übrigens vor,daß ein Schauspieler zwei Rollen spielte. Siehe Blomfi eld zu den Perserndes Ä'schylos, Vorrede S. XIII.