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4 (1895) Politik
Entstehung
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Aristoteles, Politik.

Zweck, so besteht zwischen ihnen weiter nichts Gemeinsames, als daßdas eine wirkt und das andere empfängt. Dies ist z. B. das Ver-hältnis eines Werkzeuges zu dem Werke, das geschaffen wird, undzu dem Werkmeister, der es schafft. Zwischen dem Hause und demBaumeister besteht nichts, was für sie ein Gemeinsames werdenkönnte, sondern des Baumeisters Kunst ist das Mittel für den Zweck;und der Zweck ist das Haus. Ebenso braucht der Staat Besitzt, aberder Besitz ist durchaus kein Teil des Staates, ebensowenig wie diebeseelten Teile, die in Menge in ihm angetroffen werden? DerStaat aber ist ein Verein von Gleichen zu dem Zwecke desmöglichst besten Lebens.

3. Da nun die Glückseligkeit das höchste Gut ist, diese aber inder vollendeten Thätigkeit und Anwendung der Tugend besteht, undda ferner nach dem gewöhnlichen Laufe der Dinge einige Menschenzur Tugend befähigt, andere dies nur wenig oder gar nicht sind, soliegt hierin die Ursache, weshalb der Staat Arten und Unterschiedezu sich einließ und mehrere Verfassungen hervorgingen. Denn dereigentümliche Weg, den ein jedes Volk einschlug, um der Glückselig-keit und Tugend nachzujagen, führte zu verschiedenen Gestaltungenin Leben und Verfassung. Werfen wir also einen Blick auf die Zahlder einem Staate unentbehrlichen Elemente; in ihnen werden wirdas, was wir seine Bestandteile nennen, finden müssen?

4. Wir ermitteln demgemäß die Anzahl der Verrichtungen, wiesie im bürgerlichen Leben Vorkommen, denn daraus wird die Sacheklar werden. Das erste Erfordernis ist Nahrung; das zweite sinddie Künste (denn zum Leben gehört eine Fülle von Werkzeugen);das dritte sind die Waffen (denn ihrer bedürfen die Mitglieder des

4. Man erinnere sich, daß der Besitz von Aristoteles als eineFüllevon Werkzeugen" gefaßt wird. Der Übergang mitebenso" ist deshalbkein zufälliger und lockerer, sondern ein strenger.

ö. Die Sklaven, wie aus der Entwickelung im ersten Buche erhellt.Der Text sagt, daß der Besitz auch viele beseelte Teile enthalte, aber dieswird nur darum bemerkt, weil auch diese nun nicht Anspruch haben, fürStaatsteile zu gelten. Der Sklave warein lebendiges, beseeltes Besttzstück".

6. Dieunentbehrlichen Elemente" sind nicht diese Bestandteile; aberdiese werden in jenen angetroffen.