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Aristoteles, Politik.
Mut will herrschen und mag sich nicht unterwerfen. Jene Forderungaber, wonach verlangt wird, „gegen Unbekannte ein schwieriges Be-nehmen einzuhalten", ist nicht schön; denn so soll man sich zu niemandstellen. Auch sind großherzige Menschen von Natur nicht hart, aus-genommen gegen diejenigen, von welchen sie Unrecht erfahren; und indiesem Falle sind sie es, wie vorher bemerkt ist, in noch höheremGrade gegen ihre Freunde.
4. Ein solches Benehmen ist auch ganz vernunftgemäß; dennda sind es gerade diejenigen, von denen sie sich der Gutthaten ver-sehen zu dürfen glauben, die sie schädigen und außerdem auch nochden Verlust jener erleiden lassen. Daher heißt es:
„Besonders schlimm ist Bruderzwist!"
und:
„Die einst unmäßig liebten sich, nun ohne Maß sich
hassen."-
Dies etwa sind über die Anzahl und den natürlichen Charakterder Staatsangehörigen, sowie über die Größe und Beschaffenheit desLandgebietes die allgemeinen Bestimmungen. Denn in rein theoreti-schen Angaben darf man nicht dieselbe ins einzelne gehende Genauig-keit verlangen, die in der Beobachtung von thatsächlichen Verhältnissen,die in die Sinne fallen, an ihrem Orte ist.
5. Beide Verse sind aus verloren gegangenen Stücken des Euri'pides.