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4 (1895) Politik
Entstehung
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Fünftes Buch. Zehntes Kapitel.

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dreißig Jahren nur siebzehn auf seine Regiemng kommen. SeineSöhne regierten achtzehn Jahre, so daß in allem fünfunddreißigJahre herauskommen. Von den übrigen ist etwa noch die TyrannisHi'ero's und Ge'lo's über Syraku's zu nennen. Doch auch diesewährte nicht viele Jahre, sondern alles in allem achtzehn. Gelo näm-lich regierte sieben Jahre und starb im achten, Hiero zehn, und Thra-sybu'lus ward im elften Monat vertrieben. Die Mehrzahl der Ty-rannenherrschaften ist überhaupt durchgängig von nur kurzer Dauergewesen.

Und hiermit wäre denn nun wohl ziemlich alles erschöpft, wassich über die Ursachen des Unterganges und über die Mittel zur Er-haltung der freien und der monarchischen Staatsverfassungensagen läßt.

Zehntes Kapitel.

Auch Sollrates berührt in dem (Plato'nischen)Staat" dieVeränderungen der Verfassungen, was er aber darüber sagt, ist durch-aus nicht befriedigend. So wird von ihm die Ursache, um derent-willen die beste und erste Staatsverfassung der Veränderung unter-liege, in ihrer Spezialität nicht angegeben. Denn er sagt bloß, nichtssei bleibend, sondern es verändere sich innerhalb einer gewissenPeriode, das Grundprinzip dieser Veränderungen aber seien Verhält-nisse von Zahlen,deren vierdrittiges Grundverhältnis mit einer Fünf-zahl multipliziert zwei harmonische Verhältnisse gäbe, das heißt wenndie Zahl der Figur zum Kubus erhoben werde" wobei ihn die Ansicht

I. Aristoteles bezieht sich hier auf die berühmte Stelle aus Pla'tonSStaat von der sogenanntenPlatonischen Zahl" im Buch VIII, S. 346,eine Stelle, die so große Schwierigkeiten enthält, daß der Ausdruck »Pla-tonische Zahl" sprichwörtlich geworden ist für die Bezeichnung eines unlös-baren Rätsels. An Erklärungsversuchen hat es freilich nicht gefehlt, undman muß zugeben, daß an diese Stelle mühseliger Scharfsinn und glän-zende Gelehrsamkeit verwendet und verschwendet worden sind; und unwill-kürlich wird man dabei an Hegels Ausspruch erinnert, daß man da am