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4 (1895) Politik
Entstehung
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Drittes Kapitel.

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ein um Erbtöchter ausgebrochener Streit die Ursache großen Unglücksund des Kriegs mit den Athenern, in welchem Packes die Stadt er-oberte. Es hatte nämlich einer von den Neichen des Landes, Timopha-nes, zwei Töchter hinterlassen, und da nun Doxander in seiner Be-werbung um dieselben für seine Söhne abschläglich beschieden ward,so fing er an Revolution zu machen und reizte die Athener auf, derenInteressen er als Proxenos (Konsul) dort vertrat ^).

4. So entstand in Phocis um eine Erbtochter politischer

zeigte, und ihre lang gehegte Absicht dem jungen Mann erklärte, der von demAdel, der Schönheit, der Mitgift hingerissen, das eingegangene Verlöbnis; auf-hvb und die Donati heirathete. Gleich darauf ward Buondclmonte von Mit-gliedern der Amidei und Uberti erschlagen. Der ganze Adel ward nun-in denStreit der Buondelinonti und Uberti hineingezogen. Die Stadt theilte sich inzwei Hälften, und es entspann sich ein blutiger Bürgerkrieg, den erst KaiserFriedrich H. dadurch beendigte, daß er auf die Seite der Uberti trat, woraufeS diesen gelang die starken Häuser und Thüren der Buondelmonti zu brechenund sie aus der Stadt zu vertreiben. Die wichtigen politischen Folgen faßtMacchiavelli in die Worte zusammen: s eorrl In nostra cittü aneora, come tuttsItalic piü tempo ern rlivlsr», !n 6ueI6 v Ollibelliu! rst rlivise.

6) Vgl. ThuciidideS HI, 2. Er erzählt das Historische. Ein später An-tholvgist Agathias hat die Namen der Erbtöchter in einem Epigramm aufbe-wahrt, LamaxiS und HellaniS, und giebt an, daß der Athenische Feldherr sieselbst hinweggefübrt habe. Er tödtete ihre Gemahle, und ward nachher vonden Mädchen selbst erschlagen. Ein vereinzelter Zug, der unö ahnen läßt,welche Leidenschaften in diesem Peloponnesischen Kriege ihr Wesen getrieben..Thucydides unsterbliches Werk ist doch nur eine Darstellung vom militärisch-politischen Standpunkt, und das Material, wonach dieser für die Geschichte derMenschheit wichtigste Krieg seine umfassende Darstellung für uns gewinnenkönnte, ist zu zersplittert, wenn sich auch Jemand fände, der kühn genug wäre,eine Beschreibung desselben nach dem Werk des Atheners zu wagen Athenernannte an gewissen Orten des Auslandes KonsulnProxcnen" genannt, diedas Interesse des Staats daselbst zn wahren hatten. Diese haben

Aehnlichkcit mit unfern HandelS-Konsuln. Sie genossen Staategastfrcundschaftin Athen, das ihnen alle Privilegien gab, welche ein Ausländer in Athen, ohneBürger zu sein besitzen konnte. S. Herrmann StaatSalterthümer S. 249.Böckh StaatShauShaltung der Athener I, LS.

6) Der heilige Krieg, der Philipp die Macht gab, Griechenland zu läh-men, brach aus 355 v. Ehr. Die hier vom Aristoteles gegebene Notiz überdie Ursache deS Krieges ist von den Darstellern der griechischen Geschichte nochnicht benutzt. Vielleicht wird durch sie die Dunkelheit aufgehcllt, die über denAristoteles' Politik. 19