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Aristoteles, -Politik.
eine gegenseitige Annäherung der Bürger gibt, weit weniger. DieUrsache davon werden wir später angeben, wenn wir auf die Revo-lutionen zu sprechen kommen.
9. Ein Staat aus solchen Mittelexistenzen bietet außerdem deneinleuchtenden Vorteil, daß er allein dem Aufruhr nicht unterworfenist. Wo der Mittelstand nämlich zahlreich vertreten ist, da findenAufstände und politische Parteiungen am wenigsten statt. Auch sinddie großen Städte, als Sitz eines zahlreichen Mittelstandes, ausdiesem Grunde inneren Unruhen weniger ausgesetzt, als die kleinen.Zn diesen tritt die Gesamtheit der Angehörigen leicht in zwei Par-teien auseinander, so daß bei dem Ausfallen des Mittelstandes sichfast nur Arme und Reiche gegenüberstehen. Ebenderselbe Mittel-stand macht auch die Demokratien! sicherer und dauerhafter als dieOligarchien, weil er in den Demokratien zahlreicher ist und mehrAnteil an den Staatsämtern hat, als in den Oligarchien. Fälltder Mittelstand weg, so bekommen die Armen durch ihre Masse dasÜbergewicht; es reißt dann eine schlechte Wirtschaft ein, die einenschnellen Untergang nach sich zieht.
10. Man darf es wohl für bezeichnend halten, daß auch diebesten Gesetzgeber aus dem bürgerlichen Mittelstände waren. Sollongehörte demselben an (seine Dichtung verrät es ^), desgleichen Lyku'rg(denn er war nicht König) und Charo'ndas und so fast die anderenalle. Hieraus erhellt auch, warum die meisten Staaten entwederTemokratieen oder Oligarchieen sind. Denn weil in ihnen derMittelstand nicht selten unbedeutend ist, so gerät die Staatsgewalt,mögen die großen Vermögen oder das Volk die Oberhand gewinnen,immer in die selbstischen Hände einer die Mitte nicht haltenden Partei,und es entsteht daher entweder Demokratie oder Oligarchie. —
11. Dazu kommt, daß infolge der inneren Stürme und Kämpfezwischen Volk und Reichen die Partei, welche das Glück hat, ihreGegner zu überwältigen, nun auch nicht eine neue, auf Gemein-
3. Nicht einzelne Stellen derselben, der ganze Charakter verriet denMittelstand des Dichters. Die Dichtung ward im Altertum bereits tiefergefaßt, als im Mittelalter und geraume Zeit in der Neuzeit. War dochlange im romanischen Mittelalter die Dichtung nur droäeris savants.