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4 (1895) Politik
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Aristoteles, Politik.

Weise, weil er nicht des Umtausches wegen gemacht ist. DasselbeVerhältnis findet bei allen anderen Besitzgegenständen statt, siekönnen alle umgetauscht werden, ein Verfahren, das in seinemUrsprünge vollkommen naturgemäß ist, da die Menschen baldweniger, bald inehr von den: haben, dessen sie bedürfen.

12. Es ist hieraus auch ersichtlich, daß der Kleinhandel vonNatur nichts mit dem Erwerbe von Kapitalvermögen zu thun hat, weilman zuerst nur so weit tauschte, als zur Befriedigung der eigenennotwendigen Bedürfnisse erforderlich war. Zn dem ersten Vereine,d. h. in der Familie, war er offenbar entbehrlich, und er trat erstdann ein, als die Glieder dieses Vereines zahlreicher wurden. Dortnun hatten alle dieselben Gegenstände zum gemeinsamen Gebrauche;hier hingegen traten nach geschehener Trennung an die Stelle der auf-gegebenen wieder viele und neue Gegenstände, und hieraus entsprangzwischen beiden das Bedürfnis der gegenseitigen Mitteilung in derWeise des Umtausches?, wie wir das noch heute bei vielen barbari-schen Völkerschaften sehen, welche die Verbrauchsgegenstände selbstund weiter nichts Umtauschen und z. B. Wein geben und dafürGetreide empfangen, und so weiter im übrigen. 13. Eine solcheWeise des Tauschhandels ist nun weder gegen die Natur, noch bildetsie irgend einen Teil der Thätigkeit, die Kapitalvermögen erwirbt;denn sie diente dazu, die Auskömmlichkeit herzustellen, welche dieNatur verlangt. Indessen ist aus ihr jene andere nachweislich ent-standen. Da nämlich die Aushilfe immer weitläuftiger wurde, indemeingeführt ward, woran man Mangel, und ausgeführt ward, woranman Überfluß hatte, so wurde man notwendig auf den Gebrauch desGeldes geführt, zumal da sich nicht jedes Naturalbedürfnis leichttransportieren läßt.

14. Man kam daher für den Tauschhandel darin mit einanderüberein, aus dem Gebiete der auch an sich nützlich verwendbaren Dingeetwas zu geben und anzunehmen, das den Vorteil eines leichthand-

7. Da die Familie zu zahlreich wird, so trennt sie sich. Es wird abervorausgesetzt, daß die getrennten Teile mit einander in Verkehr bleiben,wodurch in ihnen das Verlangen entsteht, ihre Mittel gegenseitig um-zutauschen.