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4 (1895) Politik
Entstehung
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Der Wissenschaft vom Staate

Erstes Buch.

Erstes Kapitel.

Ta wir sehen, daß jeder Staat eine Art von Verein ist,jeder Verein aber um irgend ein Gut zu erlangen zusammengetretenist denn der Zweck, irgend etwas, das ihnen für ein Gut gilt, zuerlangen, bestimmt alle Menschen durchgreifend in all ihrem Thun so ist offenbar, daß zwar alle Vereine irgend ein Gut erlangenwollen, aber nach dem höchsten Gute trachtet vorzugsweise derVerein, der der bedeutendste ist und die anderen alle umfaßt. Es istdies aber der sogenannte Staat oder der Staatsverein.

2. Wenn man nun meint, daß ein Staatsmann, König, Haus-herr und Herr im wesentlichen dieselben Begriffe seien, so ist dasnicht richtig. Nach einem solchen Urteil nämlich wird der Unterschiednur in die Mehr- und Minderzahl der Beherrschten und nicht in dieForm der Herrschaft gesetzt. Man meint, wer über wenige gebiete,sei Herr, wer über mehrere, Hausherr, wer über noch mehrere, Staats-mann oder König, als ob ein großes Haus und ein kleiner Staatin nichts von einander verschieden wären. Und zwischen dem Staats-mann und dem König macht man den Unterschied, den, welcher inpersönlicher Machtvollkommenheit an der Spitze stehe, König, den-

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