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Aristoteles, Politik.
in dem oben besprochenen Sinne aus dem Politieenwerk hervor-gegangen, sondern es sind ganze Teile des letzteren in das ersteförmlich hineingearbeitet worden, und dies wissen wir aus deinMunde eines unvermerflichen Zeugen. Dieser Zeuge ist Aristotelesselbst. Am Schlüsse seiner E'thik^ gibt er die vornehmsten Teileder an dies Werk sich eng anschließenden Politik an und erklärtkritisieren zu wollen, ivas seine Vorgänger in der politischenLitteratur über das Verfassungswesen brauchbares enthalten. Dannaber will er aus den „zusammengebrachten Politiken" (ix-riöv iroXl-relLv), wie wir sagen würden nach dem Ma-
terial der Politieensammlung — und der griechische Ausdruckdeutet den im Altertum üblichen Titel von Sammelwerken dieserArt, Synagogen ganz bestimmt an —, wissenschaftlich
betrachten, was die Staaten erhält und was sie zu Grunde richtet.Er verspricht dasselbe in allen Verfassungen im einzelnen nach-zuweisen und anzugeben, aus welchen Ursachen einige sich einesgesunden Verfassungszustandes erfreuen und warum es bei anderenübel damit bestellt sei. Dies aber bildet genau den Inhalt desganzen fünften und eines Teiles des sechsten Buches der Politik,welche Teile also nach dem klaren Wortlaute jener Stelle derEthik aus den Politieen unmittelbar hervorgegangen sind; wiedenn auch den Kenner der Politieenfragmente bei dem Revolutions-und Tyrannenkapitel desselben Buches das Gefühl überkommt, daßAristoteles hier Schritt für Schritt dem Material seiner Politieenfolgte, die, wie gerade aus der dunklen Kürze der thatsächlichenAngaben und faktischen Einzelnheiten in den übrigen Büchern derPolitik gefolgert werden kann, sich wahrscheinlich bereits in den
21. Nikoma'chische E'thik X, 9, 21. Schon Camera'rius undVicto'rius verstanden die Stelle richtig, und ihnen schlossen sich Zell inseinem Kommentar zur Nikomachischen Ethik, S. 478, und der trefflicheI. F. Ebert(Diss. 8ionlas, S. 12, Amu. 68) an. Nur Schneider glaubte,gestützt auf die alte, dem Androni'cus von Rhodus beigelegte Paraphrase,sie anders erklären zu müssen.