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Aristoteles, Politik.
der oben angeführten Stelle, daß in diesem Werke die demo-kratischen, aristokratischen und tyrannischen Staaten besondersbehandelt wurden, und hierin hätten wir demnach den allgemeinenUmriß des geordneten Stoffes. Den Anfang des ganzen Werkesbildete die Beschreibung des uralten A'rkadervolkes, welches langeZeit ohne den politischen Zentralpunkt einer Stadt in Dörfernzerstreut lebte und nach Namen und Rasse noch manche Züge desaus Griechenland verdrängten und untergegangenen Pelasgervolkes,des Volkes der Altgriechen, bewahrt hatte. Die Gesamtpolitie derArkader machte also den paffenden Anfang des Ganzen.^ Des-gleichen hat der Lexikograph Pho'tius^ die freilich für unfernZweck nicht sehr ergiebige Nachricht aufbewahrt, daß die Politieder J'thaker die zweiundvierzigste gewesen. Zwar hat dieneuere Kritik es versucht, auch diese Fingerzeige wegzudeuten;aber dies Verfahren ist der einfachen Überlieferung gegenüber,die noch einmal sehr nützlich werden kann, falls sich die Nach-richten irgendwie noch vermehren, nicht zu billigen.
Nach diesen Bemerkungen über den Inhalt und über dieAnordnung des Werkes ist die Frage wohl nicht abzuweisen, wiees dem Aristoteles möglich gewesen, ein so reichliches Materialzu sammeln? Unmittelbares Entnehmen an Ort und Stelle, daswird man leicht begreifen, würde weit über die Kräfte eineseinzigen Mannes hinausgegangen sein, selbst wenn dieser seineLebenszeit dazu hätte verdoppeln können. Aristoteles mußte alsoHilfsmittel haben. Diese bestanden einmal in einigen Vorarbeiten,welche zu seiner Zeit nach dem Zeugnis jener oben aus der E'thikangeführten Stelle schon vorhanden waren, und in politischenSchriften, die er in der Politik anführt und beurteilt, z. B. desPha'leas aus Chalke'don, des Te'lekles aus Mile't, des Thi'm-bron aus Sparta, des Lyko'phron, des Hippo'damos, Eu'ry-phons Sohn, aus Milet, welcher letzte, einer der größten Lebe-
18. Harpokra'tion 5. v.
19. Photiuk-, Lexikon 5. v.