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4 (1895) Politik
Entstehung
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19
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Einleitung. Erstes Kapitel. 19

sein Geist in ihnen zu wohnen habe, so war schon in diesenWorten eine ungeheure Umwälzung ausgesprochen. Zn allenStaaten waren die Tempel von Stein gebaut; denn Griechenlandhat einen Überfluß an edlem Baugestein. Und wo es in einemLande hierin wohlbestellt ist, da wird auch der Geist edler Ge-diegenheit sichtbar in den Bauwerken leben, und jener Überflußwird überhaupt edlere Bauwerke Hervorrufen, als in den Ländern,in welchen es an schönem Gestein fehlt. Die bei dem erstenBeschauen so sehr ins Auge fallende Hoheit der durch die russi-schen Selbstherrscher errichteten großen Petersburger Bauten istmeistens doch nur eine Gips- und Mörtelmajestät und verheißtkeine sehr lange Dauer. Die griechischen Steintempel dagegenkonnten der Ewigkeit Trotz bieten und haben das auch gethan:kein einziger ist der Zeit, sie sind alle der äußeren Gewalt derNatur oder der Gewalt der Menschenhände erlegen. Zm Gegen-satz zu den öffentlichen Gebäuden waren die Privatwohnhäuserder Bürger einfach, die Straßen unregelmäßig und winklig, undwenn auch zur Zeit des Peloponnesischen Krieges in vielen grie-chischen Städten die Straßen geradlinig und die freien Plätzeregelmäßiger angelegt werden, wie dies in der Pirä'eusstadt undin Rho'dos durch den sehr geschickten Baumeister Hippo'damos ausMilell eingeführt ward, so zogen doch die Alten im ganzen eineunregelmäßige Bauart der Straßen und Quartiere aus Gründender Sicherheit vor, weil solche dem Feinde bei einem Überfallnicht so leicht Gelegenheit bot, durch Besetzung einzelner Zentral-punkte das Ganze zu beherrschen, und weil die unregelmäßigeAnlage der Stadtquartiere es demselben überhaupt schwerer machte,sich bei einem der so häufig versuchten nächtlichen Überfälle inder Stadt zurechtzufinden.Faßt man alles zusammen, so boteben wegen der auf alles Öffentliche verwendeten Sorgfalt einegriechische Stadt mit ihren Wasserleitungen, Spazierhallen, Gym-nasien und Bädern, mit ihren durch die erhabenen Werke derbildenden Kunst geschmückten Plätzen, einen würdigen und schönenAufenthaltsort für die in ihr lebenden Menschen dar. Und wenn