die dann nach der chuntsehaft sag von alter hingehoret haben, dabei sol es bleiben, oder dieselbenzehen sollen ein freuntlich recht darum sprechen; ieglicher sol Müncz haben und slahen, auf solichchorn und aufzal, als sie dann selb mit einander Überain sind chornen; die Gült zu Sulzbach sol Her-zog Hanns dem Herzoge Stephan an solicher Werung ausrichten, als er sie selber einnimmt, und derVodrung und Zuspruch von dem Heinfenvelder gänczlich überhoben sein; wil Herzog Hans Sannders-toiT haben, wie es Herzog Stephan gechauft, sol er ihn darum bezalen; den Newenstein sol Stephanzustunde dem Bischof von Eystet eingeben; mit dem Stockch zu Beprunn sol weder Stephan nochHanns zu schaffen haben, dann was Geltz doselb gevellet, das sol genczlich an der Chirchen Nutzund Frummen chornen, das Dorf Tunczenlaw, die Höfe zu Aichach und zu Grünwald sollen bleiben,wohin sie von Alter gehört haben; um den Mortprenner, der zu der Freinstatt mit Gericht getödt ist,soll Niemand dem andern fürbas zusprechen; wegen Schongau und Lewczmanstain sollen der Trug-säcz von Walldpurg und Amtmann Chemnater, denen sie ze Pfand steen, furbas dem Herzog Hannsverbunden sein; welcher unter ihnen die Membran innhat, von baiden seitten, der sol die dem an-dern tail widergeben unverzogenlich; Herzog Hanns sol furbas des Bisclioff von Eystett genädig'erHerr sein; von der Zuspruch wegen, die Herzog Stephan zu Herzog Hansen seinem Bruder und dieseinen gehabt, sunderlich von der Bundniss wegen irer Dieuaer gein ainander, entscheiden sie also:welicli Ritter und Chnechte in Herzog Stephans Lannd sitzent, die solich Bündtniss versigelt haben,den sol man ir Insigl davon abtun und widergeben, und sol Stephan dannoch ir gnädiger Herr sein;um die zweiung von der Brief wegen in dem Gewelb sprechen sie, dass man die Briefe, die Her-zog Stephan alain zu nucz steen und zugehoren, ihm geben sol, wann er die haben wil; was aberBrief darinnen sind, die ihnen baiden oder der ganzen Herrschaft zugehorend oder ze nucz steend,die sol man ieglichem tail zu nucz leihen, wann si der bedurften also dass doch dem andern Tail so-lich brief ungeverlich mit solchem leihen nicht enczogen noch emphromen werden; Christan Fraun-berger sol mit seinen Guten da bleiben, wo er von Alter hin gehört hat; wegen der Zusprüche dieder Prunnhover tut nach der Vesten Eglolshaim, die der von Abensperg innen hat, sol es bleiben, alsvormalns darumb zu Eger getaidingt ist worden; die andern Zweiungen zwischen dem Fraunhoverund der Chlosnär Dienern sollen die zehen richten; damit es zwischen beiden dester gütlicher undfridlicher bleib, hat Herzog Stephan aus Herzog Hansen Rate genomen und geehoren Hansen vonAbensperg, Sweigker von Gundolflngen, Gorgen Walldegker, Christan Frawnberger und Conraden Prei-singer; Herzog Hanns aus Herzog Stephans Rate, den Herrn Bischof von Regenspurg, Otten Piene-zenauer, Warmunden Pienczenauer, Stephan Gumpenberger, und Ulreichen Judmann zu Ernbach; wasfürbas Brüch und Zwaiung zwischen den Brüdern auferstunden, haben die zehn gütlichen zu ver-richten oder mit einem freuntlichen Rechten auf ir Aide; möcht aber die Sach nicht gütlichen ver-richt werden, und das sy ein Recht darum sprechen müsten, sollen die zehen das Los werfen, wel-cher unter ihnen von dem Recht abgen sol. Mitsiegler: Die Herzoge Stephan und Hanns. G. zuAmberg auf den nächsten Freitag post Joh. Evang. ante portam latinam. (Lib. cop. XXXIII, 43.)
Stephan und Johanns, Gebrüder, Herzoge in Bayern, bekennen dass Rupprecht der Junger, undAlbrecht der Jung, Hertzoge in Bayern, Fridrich Burggraf von Nüremberg und Johanns Lanndgraf zu