194
aber ist das Gegentheil vom Pferde; wofern nämlich das Wasser nichtrein und kalt und lauter ist, so will es nicht trinken.
Vicrmidzwaiizigstcs Kapitel.
1. Die Esel leiden besonders an einer Krankheit, welche Melis')heißt. Sie zeigt sich zuerst am Kopfe und es fließt ein dicker und röth-licher Schleim aus den Nüstern; wenn sie bis zu den Lungen fort-schrcitet, so tödtet sic; anfangs, am Kopfe, ist sie nicht tödtlich. DerEsel ist von den derartigen Thicrcn das frostigste ; deshalb gibt esauch im Pontus und in Skythien ") keine Esel.
Fjinsmidzwaiizigstcs Kapitel.
1. Die Elcphantcn') leiden an Blähungskrankheiten ; in Folgedessen können sie weder die flüssige Ausscheidung noch den Darmiuhaltentleeren. Auch wenn sie Erde fressen, werden sie schwach, wenn diesnicht anhaltend geschieht; geschieht es aber anhaltend, so schadet es ihnennichts. Zuweilen verschlingt er sogar Steine ^). Auch wird er vomDurchfall befallen; wird er aber davon befallen, so heilt man ihn, in-dem man ihm warmes Wasser zu trinken reicht; auch gibt man ihmin Honig getauchtes Heu zu fressen, jedes der beiden hemmt den Durch-fall. Wenn sic schwach sind, weil sie nicht schlafen, so heilt man sie,indem man ihnen die Schultern mit Salz und Oel und warmemWasser einrcibt. Ferner, wenn ihm die Schultern schmerzen, so legtman gebratenes Schweinefleisch auf und hilft damit. Oel trinkenmanche Elcphantcn, manche nicht; wenn ihnen eine Eiscnwaffe im Körper
— nach der Beschreibung scheint ein Nasencatarrh zu
sein,' der bis zur Lunge fortschreitend tödtlich werden kann. An Rotz zu denken,dazt^liegt kein Material vor.
2) — ok. unten VIII, 27, 5; §ou. an. II, 8.
6) An den südlichen Grenzen des schwarzen Meeres; ok. weiter unten VIII2 7 ,*, 5 .
— Aristoteles kannte nur den indischen Elephanten (Lloxlnr-sinäiousZI,.); ek. Naturg. d. Th. I, S. 15, Anm. 62.
2) 6k. oben VIII, 22, I; Lrrian. Inä. 14; kliu. Inst. uat. VIII, 10.
5)^6k. ?1in. Inst. uat. VIII, 10.
6k. ^sl. Inst. LU. XIII, 7; Lrriau. luä. 14.