Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

186

Segen brachte und sie recht fett sind. Es helfen H dargereichte Maul-beeren 8) und das Bad, wenn es reichlich und warm ist, sowie wennman unter der Zunge einschneidet. Finnig 2) sind von den Schweinendiejenigen, welche schlechtes Fleisch an den Schenkeln, am Halse undden Schultern haben, in welchen Thcilen auch die meisten Finnen sichfinden"); wenn sie' nur wenige haben, ist das Fleisch süßer, wennaber mehr, so wird es sehr wässerig und unschmackhaft"), 4. Diefinnigen sind daran zu erkennen, sie haben nämlich die Finnen ammeisten unter der Zunge"), und wenn man Haare aus der Mähne zieht.

l>) 07«^ - 9 -LL 05 ev jedenfalls eine ganz ungewöhnliche

Ausdrucksweise; der eoä. Vsvst. und Vatie. 262 lesen <5vx« statt Lv, was demSinne nach das nämliche besagt, insofern, wie aus dein folgenden ersichtlich, dieFeigen als besonders zur Schweinemast geeignet galten.

7) Dies stimmt nicht zu dem vorigen, wo der ^«^05 als ein schweresLeiden, bei dem man nur gleich zu Anfang mit Exstirpation der kranken TheileHelfen könne, geschildert wurde.

8) r-tt ckvxcc^t.^« ek. vioseoriä. mat. msä. 1, 180; Salon äo kao.

aUm. 11, 11, ältere Bezeichnung für Frucht der Maulbeere (üloras vixra

und alda), die noch heut in Griechenland <5r-Xtt^-,L« blsälsr, x. 613) heißt.Schon zu Galens' Zeiten hießen die Früchte und war unter dem Namen

ein Präparat aus Maulbeerensast als stomatioum, (wie bei unsRosenhonig) volksthümlich.

2) ok. Rukuo in Oridas. Sollsot. 4, 2; LodoUast. zu

^.ristoxd. Lguit. v. 374. Bei Plinius, den Leriptoros r. rustio. und den Geo-ponikern kommen die Finnen nicht vor. Daß es Thiere sind, erkannte zuerst.Hartmann (Lxdomsriä. nat. ourios. vso. U, an. VII, x. 59), dann unabhängigvon diesem Goeze (Versuch einer Naturgeschichte der Eingeweidewürmer 1782), derzugleich die Aehnlichkeit der Köpfe der Cysticerken mit Bandwurmköpfen hervorhob.Lrp in neuerer Zeit wurde insbesondere durch Küchenmeister nachgewiesen, daß dieSchweinefinnen (S^stieerons osllulosao) nichts als die Larve (der seolor) vomMenschenbandwurm (lasnia sslium) ist.

*0) Die Finnen erscheinen als kleine Bläschen im Muskelfleische der Schweineund lassen deutlich einen kleinen Bandwurmkopf erkennen, an welchem man mitder Loupe die Saugnäpfchen deutlich wahrnimmt.

") der ooä. msä. und oanis. lesen was weniger

zutrifft.

*2) er, rF ^Xcvr'7'^ 7F xar'a- ok. Lrigtopdan. Lcsv.it. 374 sg.;Lukus bei Orldas. 1. o.; auch heut noch führt die gleiche Prüfung zur Diagnose,da die hier nur von dünner Hant bedeckten Finnen am leichtesten zu sehen sind.