Fische werden zumeist vor Sonnenaufgang und nach Sonnenunterganggefangen, überhaupt aber um die Zeit des Sonncn-Auf- und -Unter-gangs; diese nämlich, sagt man, seien die rechtzeitigen Fischzüge, wcß-halb die Fischer auch um diese Zeit die Netze aufzichen. Um diese Zeitwerden nämlich die Fische am meisten durch das Gesicht getäuscht, inder Nacht aber ruhen sie; sobald es Heller Tag wird, sehen sic besser.11. Die Fische befällt offenbar keine scuchenartige Krankheit -"), wiedies öfter bei den Menschen vorkommt und unter den lebendiggebärendenVierfüßlern bei Pferden und Rindern und einigen andern, sowohlzahmen als wilden; doch scheinen sie allerdings zu erkranken. DieFischer schließen dies daraus, daß unter vielen fetten und derselben Artangehörendcn auch einige magere von schwächlichem Aussehen und mitveränderter Färbung gefangen werden^). Mit den Mccrfischen ver-hält cs sich sonach in dieser Weise. 12. Den Fluß- und Teichfischenstößt gleichfalls nichts Seuchenartiges zu, manche von ihnen befallenindcß eigentümliche Krankheiten 3'^); so wird vor allen der Wels
70V7VV5 7V7I0V5 TioFtt) (vsl 7^5 ov ) crr' X. 7.
Aubert-Wimmer wollen statt recx lesen T'vvL im Hinblick auf
List. an. V, 4, 6 und xsn. an. III. 5, wo erzählt wird, daß die den laichendenWeibchen folgenden Männchen massenhaft den Laich aufschnappen. Allein der Textläßt sich retten. Gewiß steht nicht ohne Grund der Plural Wo
dieser sonst bei Aristot. vorkommt (z. B. List. an. IV. 6, 5; VIII, 14, 1; VIII,16, 1; äs rosxir. 4) bedeutet er einen hohen Grad von Wärme, Sonnen-hitze. Ein ganz dem vorliegenden analoges Verhältniß drückt Arist. äs xsn. an.UI. 2 aus, die Eier (Vogeleier) werden durch die Wärme ausgebrütet, ein Neber-maß der Wärme aber macht sie faulen: K-<57rL§ xcei o§ v/Vot. Li'
7^5 r/lr-05, 7 'ovT'o 7^5
7'0t§ a/okt ^ Eine Textveränderung scheint
mir daher überflüssig.
Von den Krankheiten der Fische ist sehr wenig bekannt; doch kommenauch unter ihnen Seuchen vor, wenigstens sieht man zuweilen große Masten Fischezu gleicher Zeit zu Grunde gehen.
''2) Ok. Uliv. List. vat. IX, 73: verum Lsxrotars sinxulos, manifestumkaoit oliguorum mrreiss, eum in eoävm xsners xraepiaxues alii capianiur.
Auch in Teichen und stehenden Gewässern überhaupt lebende Fische sterbenoft plötzlich in Menge; Karpfen leiden zuweilen an einem Ausschlage (sogenanntenPocken), in Teichen mit fauligem Gewässer sterben sie oft und zeigen dann Aus-wüchse und Konserven am Kopf und Rücken.
0 ^) — ek. Naturg. d. Th. I, S. 25, Anm. 21 , ist vielleicht