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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
121
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wieder Wesen erzeugen, wie sic selbst sind. In gleicher Weise ist beimanchen Thieren außer der Fortpflanzung keine neue Aufgabe zu er-mitteln, darum sind derartige Thätigkeitcn allen gemeinsam "). Wennaber die Empfindung bereits vorgeschritten ist, so unterscheiden sich dieLebensvcrhältnisse derselben sowohl hinsichtlich der Paarung wegen derLust'5), als auch rücksichtlich der Geburten und des Aufziehens derSprößlingc. Die einen nun vollziehen einfach wie Pflanzen zur Zeitdie gewöhnliche Fortpflanzung, die andern geben sich auch Mühe umdie Ernährung der Jungen; wenn diese aber ausgewachsen sind, sotrennen sie sich von ihnen und pflegen mit ihnen keine fernere Gemein-schaft, andere aber, welche verständiger und in höherem Grade mit Ge-dächtnis;"') begabt sind, befassen sich angelegentlicher mit ihren Ab-kömmlingen. 6. Einen Theil des Lebens bilden sonach bei ihnen dieVerrichtungen zum Zwecke der Zeugung, einen andern bieder Ernährung,um diese beiden nämlich bewegen sich alle ihre Sorgen wie das Leben.Die Nahrungsmittel aber unterscheiden sich insbesondere nach den Stoffen,aus welchen sic bestehen, denn das Wachsthum wird bei jedem natur-gemäß durch diese bewirkt; das Naturgemäße aber ist angenehm; alleaber gehen dem ihrer Natur Zusagenden nach.

Zweites Kapitel.

1. Sie unterscheiden sich aber nach den Aufenthaltsorten; einige'sind nämlich Land-, andre Wasserthierc. Der genannte Unterschied istaber ein dreifacher'). Einmal nehmen einige Luft, andre Wasser auf,und demgemäß heißen jene Land-, diese Wasscrthicre; zum andern neh-men einige jene beiden nicht auf, sind aber ihrer Mischung nach für die

Thiere, welche ohne Eltern von selbst entstehen; ok. List. an. V, 1, 2; äs

") 6k. äs aniw. II, 3 und 4.

*2) 6k. äs anim. II, 3.

*6) ok. List. an. I, I, 15; Naturg. d. Th. I, S. 13,

Anm. 76.

i) die eoä. lesen und ebenso steht List. an. I, 6.

Schneider hat nach Gaza emendirt, wie der Zu-

sammenhang ergibt, mit gutem Grunde.