durch stärkere Reizungen diese Körpcrthcilc mehr zu entwickeln, als die-jenigen, welche dem Licbcsgennssc nicht nachgchcn, dieses sogar bis in'sspätere Alter anzudauern pflegt. Denn diejenigen, welche ganz jungder Liebe fröhnen, werden um so uuenthattsamcr; auch die Männer,wenn sie nach der einen oder nach beiden Seiten hin ohne Aufsicht blie-ben. Die Gänge erweitern sich nämlich und machen den Körper an dieser! Stelle vollsaftig, und gleichzeitig erregt die Erinnerung an den stnttgc-! habten Genuß die Sehnsucht nach der damaligen Vereinigung, ü. Esbleiben auch manche von Hause aus unmannbar und in Folge Verküm-merung der Schamthcile unfruchtbar; in gleicher Weise blieben auchWeiber von Hause aus unmannbar. Knaben und Mädchen ändernauch ihr Verhalten, insofern sie gesünder oder kränker werden, oderrücksichtlich der Magerkeit, Körperfülle und Wohlbclcibtheit. Nach derl Mannbarkeit werden nämlich die einen aus Magern zu Fetten und gc-
s sündcr, die andern umgekehrt. Dies findet in gleicher Weise auch bei
! der Jungfrau statt. Diejenigen nämlich, welche als Jünglinge oder
i als Jungfrauen überflüssige Stoffe' H im Körper hatten, werden, in-
dem diese bei den einen im Sauren, bei den andern in den Regeln ent-fernt werden, gesunden Leibes und wohlgenährter, weil die der Gcsund-^ heit und der Ernährung hinderlichen Stoffe ausschciden'^). 6. Diesich umgekehrt verhalten, werden magerer und körperlich kranker^); esfindet nämlich auch von den naturgemäß sich wohl verhaltenden Theilcneine Ausscheidung bei den einen inr Samen, bei den andern in den Re-geln statt. Ferner finden bei den Jungfrauen auch bezüglich der BrüsteVerschiedenheiten unter einander statt, ciirige bekommen nämlich außer-ordentlich große, andere kleine. Jenes trifft in der Regel bei denjenigenein, welche als Mädchen überflüssige Stoffe haben. Wenn nämlich dieRegeln bcvorstehcn, aber noch nicht eingetrcteu sind, so mußten dieBrüste umsomehr nach oben steigen, je mehr Säfte da sind, bis sie ein-
12) Nach Schneiders Emendation: Tre^^cv^tt^xce 17c?die eoäiees lesen xa?'« T'tt LL^or,, was zu wenig sagen
würde.
15) Daß manche chronische Leiden mit dem Eintritte der Pubertät verschwin-den, ist bekannt; daß dies aber in so humoral-pathologischer Weise zu erklärensei, hat große Bedenken.
") Ist nicht allgemein wahr.