Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

92

noch ganz gleichmäßig, vielmehr klingt wie ausgcfascrte und rauheSaiten; man nennt dies dasBrechen" der Stimme. 2. Es trittdies mehr bei denjenigen ein, welche dein Licbesgenusse nachgehcn; beidenjenigen nämlich, welche hierauf erpicht sind, schlägt auch die Stimmein die der Männer um, bei den Enthaltsamen im Gcgentheil; wennman sich indcß sorgfältig überwindet, wie dieses manche von denen thun,welche dein Chorgcsangc') sich widmen, so dauert sic langchin aus underleidet überhaupt nur einen geringen Wechsel b). Auch tritt einSchwellen sowohl der Brüste als Schnmthcile ein und zwar nicht blosrücksichtlich des Umfangs sondern auch des Aussehens. Es trifft sich beidenjenigen, welche zu dieser Zeit durch Reibungen Samen zu entlockenversuchen, daß sie beim Abflüsse des Samens nicht blos Lust, sondernauch Unbehagen empfinden. 3. Um dieselbe Zeit bildet sich bei denMädchen ein Schwellen der Brüste und die sogenannten Regeln brechenhervor , das Blut ist aber wie das eines eben geschlachteten Thiercs.Der weiße Muß zeigt sich auch bei ganz kleinen Mädchen, besonderswenn sie flüssige Nahrung genießen; auch hemmt er das Wachsthumund magert den Körper des Mädchens ab"h. Die Regeln treten beiden ineisten ein, sobald sich die Brüste wir zwei Zoll gehoben haben' * *);auch schlägt bei den Mädchen die Stimme um diese Zeit in's Tiefereum. Im Ganzen ist nämlich die Stimme des Weibes höher als diedes Mannes, die der jüngcrn höher als die der ültcrn, wie auch die derKnaben höher als die der Männer; aber cs ist auch die Stimme derweiblichen Kinder höher als die der männlichen und die Kchle der Jung-frau Heller als die des Knaben. 4. Um diese Zeit bedürfen sic vorallem der Aufsicht; denn wenn die Regeln beginnen, sind sie ganz be-sonders zum Licbesgcnnß geneigt, so daß, wenn sie sich nicht hüten.

ö) eigentlichbocken," ok. äs §su. an. V, 7.

7) Die Chorsänger des Theaters.

6) Dies dürfte sich schwerlich acceptiren lassen, da die anatomischen Verhält-nisse, welche die Verschiedenheiten der Stimme bedingen, von sehr verschiedenen Ur-sachen ausgehen können.

d) 6k. äs §su. au. I, 20.

*0) 6k. äs Asn. an. II. 4; es ist hier wohl von krankhaftem Lnor albusRede, der sich nicht selten auch bei ganz kleinen, namentlich scrophulösen Mädcheneinstellt, ck. Lixpoorat. äs morb. mul. II, 1.

6k. äs xsu. au. I, 20.