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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Geburt bevorsteht. Sobald sic aber geboren haben, zeigt sich eine starkeReinigung, anfangs freilich nicht sonderlich blutig, später aber sehr,l 0. Bei der Kuh, der Eselin und Stute zeigt sich zwar wegen ihrerGröße eine stärkere, als bei jenen, doch vcrhältnißmäßig weit schwächere.Wenn die Kuh zur Paarung lüstern ist, so reinigt sic sich durch eineiurze Reinigung etwa vom Umfang einer halben Kotylie'") oder etwasmehr und die Zeit der Reinigung eignet sich besonders zur Paarung").Die Stute wirft unter allen Vierfüßlern am leichtesten") und ist be-züglich des Wochenflusses am reinsten und zeigt im Verhältnis) ihrerKörpergröße die geringste Blutung. Meist zeigt sich auch bei denKühen und Stuten alle zwei, vier bis sechs Monate eine Spur desMonatflnsses, doch wird cs nicht leicht bemerkt, wenn man damit nichtsehr vertrant ist, wcßhalb auch manche wähnen, daß cs bei ihnen nichtvorkommc. Bei dem weiblichen Maulesel") bildet sich kein Monats-stuß, aber der Harn des Weibchens wird dicker. 11. Ueberhaupt nunist die Ausscheidung der Blase bei den Vierfüßlern dicker als beimMenschen, bei den weiblichen Ziegen und Schafen aber noch dicker alsbei den Männchen. Beim Esel ist der Harn der Weibchen dünner, beimRindvieh der der Weibchen schärfer"). Nach dem Gebären wird derHarn bei allen Vierfüßlern dicker und umsomehr, je weniger die Reini-gung sich cinstcllte. Die Milch wird, sobald sie sich zu paaren beginnen,eiterartig"), brauchbar wird sic erst weiterhin, nachdem sic geborenhaben. Die trächtigen Schafe und Ziegen werden fetter und fressenbesser, und ebenso die Kühe und alle übrigen Vierfüßler.

22 ) Gegen 12 Unzen (60 Gramm).

25) Da während der Brunst wie während der Katamenien sich Eichen vcmEierstock ablöscn und in den Uterus hinabtrcten.

Wegen ihres gut geformten und weiten Beckens, das dem Austritt desFohlens kein Hinderniß bietet, namentlich im Gegensatz zur Kuh, bei welcher dosBecken enger und oft verunstaltet ist.

25) v(>LvS' et. Naturg. d. Th. US. 15, Anm. 59. Ueber die vor-liegende Angabe et. äo §on. au. I, 20 und II, 8.

26) Diese Bemerkungen über den Harn sind unbegründet, schon weil dieQualität des Harns zu wesentlich ilkit der Qualität der genossenen Nahrung inBeziehung steht.

27) 7rvoktcsL5 keineswegs, selbst wenn sie trächtig werden, bleibt dieMilch gut, ist nur geringer an Menge.