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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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8. Die sogenannten glatten Haie^') haben zwar die Eier inmitten derHystcre gleich den Skylien, hcrmntretend aber steigen sie in jede derpaarigen Hystcrcn hinab nnd die Thiere entwickeln sich, den Nabelstrangan die Hystere geheftet, so daß cs, wenn die Eier verschwinden, sich ingleicher Weise, wie der Embryo der Vierfüßler, verhält^). Der langeNabelstrang ist am untern Theile der Hystere befestigt, jeder gleichsamvon einem Kotyledon hcrabhängend, am Embryo aber in der Mitte, wodie Leber liegt. Wenn man es öffnet, so ist, auch wenn es nichts mehrvom Ei enthält, die Nahrung eiartig. Chorion und besondere Häutefinden sich um jeden der Embryone gerade wie bei den Vierfüßlern ").6. Die Embryone Haben, so lange sie jung sind, den Kopf oben, sindsie voll entwickelt, unten. Es bilden sich aber sowohl in der linkenMännchen und in der rechten Weibchen, als auch in einer und derselbenWeibchen und Männchen zugleich"). Auch haben die geöffneten

''6) -lkLOi. ek. Inst. an. IX, 10, 4; IX, 25, 8; äs §on.

an III, 3. Nach den umfassenden Untersuchungen I. Müller's kann es nichtzweifelhaft sein, daß der des Aristoteles Llustslus lasvis kisso

ist, ein bis 5" langer, in allen europäischen Meeren lebender, geselliger Hai mitnur kleinen Hanthöckerchen, so daß er sich sonst glatt anfühlt, wenn man ihn nichtin der Richtung von hinten noch vorn streicht.

67) Die in eine Erweiterung (sogen. Uterus) des EUeiterS gelangten Eier kom-men daselbst zur Entwicklung; die Embryone heften sich mit einem Nabelstrange anden Eileiter und entwickeln sich daselbst ähnlich wie die Säugethierembryone im Uterus.

6b) ES bildet sich nämlich (et. Llnltsr 1. o. x. 39 sg.) ein dem Mutterkuchender Säugethiere analoges Gebilde, indem der Dottersack sich an den Uterus legtund beide durch Runzeln und Falten sich ineinanderfügen (Dotterfackplacenta), sodaß der Embryo weiterhin mit seinem Dottersack an einem dem Kotyledon imUterus der Wiederkäuer ähnlichen Mutterkuchen hängt.

6d) Wenn dies richtig wäre, so müßten Allantois und Amnion vorhandensein, was indeß nicht der Fall ist. Das ist unzweifelhaft die Eischalen-haut; sollten sich die Lcltor, auf die Eiweißhülle beziehen, so ist das doch

ganz etwas anderes.

^0) Unter andern Philosophen hatte Anaxagoras ok. äs Aon. an. IV. 1 ge-lehrt, daß in der rechten Seite sich Männchen, in der linken Weibchen bildeten,eine Fabel, die im Alterthum weit verbreitet war (?Un. VIll, 72; Varro II, 51;man gründete sogar die Praxis und die Viehzucht darauf. ?1in. VIII, 72: äoxtrotsstioulo praslixato komiuLS §ovoravt, lasvo marss und diese Methode sollte vonDemokrit stammen. 6olum. r. rust. VI, 28. Es ist merkwürdig, daß diese Fabelnoch heute unter dem Volke geht und leider vom Schwindel noch immer eolportirtwird, obgleich sie sich schon hinlänglich durch die Erfolge von Monarchen widerlegt.