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Herodoros^), der Vater dcs Sophisten Bryson^), daß die Geier auseinen: fremden, uns unbekannten Lande kämen; davon sei ein Beweis,sagt er, daß Niemand eines Geiers Nest gesehen habe und daß sie plötz-lich zahlreich in: Gefolge der Heere erschienen ^). Schwer ist es freilich,sie zu sehen, gleichwohl hat man sie beobachtet. Die Geier legen aberzwei Eier. Die, übrigen fleischfressenden Vögel nun sieht man nichtöfter als einmal legen, die Schwalbe') allein indeß nistet von denfleischfressenden zweimal. Wenn man jungen Schwalben, so lange sienoch ganz jung sind, die Augen aussticht, so genesen sie wieder undsehen späterhin b).
Sechstes Kapitel.
1. Der Adler") legt zwar drei Eier, von ihnen fallen aber nur zweiaus 2 ), wie es auch in dendcmMusaios zugcschricbenen Gedichten heißt:
Wir erfahren nur, daß es sich um fleischfressende Vogel handelt, welche auf unzu-gänglichen Felsen 1 — 2 Eier legen und in Schaaren den Kriegsheeren folgen.Vergleicht man außerdem Lslian bist. an. II, 46; IV, 26; Oxxian. ixsut. I,3; ^.ntiss. darfst. XLII; ?1in. X. 7, der vultar übersetzt, so sieht man, daß esAasvögel, also unzweifelhaft Geier sind, deren Naturgeschichte indeß mit vielenFabeln verunstaltet erscheint.
2) Herodorus, ein griechischer Historiker aus Heraklea am PontuS, in derzweiten Hälfte des sechsten Jahrhunderts v. Chr. Von seinen Schriften sind nureinige Fragmente bekannt.
6) Bryson, sophistischer Philosoph, lehrte zu Athen vor Plato.
4) 6 k. ^utix. (Harrst. Xl^ll. sä. ^Vsstsrm. citirt etwas abweichend.
6 ) Meist 1—2, doch auch 4 — 5.
6) Sie legen meist im Frühling vom März bis Mai.
?) — ek. Naturg. d. Th. I. S. I I. Anm. 40. Wie die Schwalbe
hier unter die Fleischfresser gerieth, ist um so unbegreiflicher, als nach Aristoteles'ausdrücklicher Auffassung die Jnsecten fleischlos sind (äs xart. II, 8; bist. an.IV, 7, 6). Daß hier aber etwas anderes, als gestanden habe, ist un-
wahrscheinlich, weil die von den Schwalben gewöhnlich erzählten Fabeln folgen(ek. folg. Anm.) und auch bist. an. VIII, 5, 2 die Schwalbe als Fleischfresserauftritt, ebenso bei ?Iin. bist. nat. X, 3 4.
Naturg. Fabeln, die übrigens sehr verbreitet waren, ok. ^.ntix. Lärmst.72 und 98 eäit. 'Wsstsrm. I'Iin. bist. nat. VIII, 41; XI, 55; XXIX, 38; sieheilten sich ihre kranken Augen mit 6boUäonium so. ?1in. VIII, 41.
H ttr'r'vs' ok. Naturg. d. Th. I. S. 25. Anm. 22.
2) 6 k. ^ntix. darfst. 46; Itsl. bist. an. II, 2, 6 ; kliu. bist. nat. X, 4,bei ^.ntix. 6 a.r 5 st. etwas abweichend.
2) Musaios, ein griechischer Dichter der vorhomerischen Zeit; wie man sieht,