Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

11 ^

schwanzeier und Luftcicr 2«) bilden sich mehr in: Sommer. Zephyr-cier") heißen bei Einigen die Windeier, weil die Vögel zur Frühlings-zeit die Lüfte in sich aufzunchmen scheinen'"); dasselbe thun sie aberauch, wenn man sie in gewisser Weise mit der Hand betastet. DieWindeierwerden indcß fruchtbar und die bereits aus der Befruchtunghervorgegangcnen Eier ^') schlagen aus ihrer Art in eine andere umwenn, bevor sich das Gelbe in das Weiße umwnndelte, das die Wind-eier oder die durch Samen entstandenen Eier tragende Thier von einen:anderen Vogel gepaart wird, und zwar werden die Windeier entwick-lungsfähig , und die vorher befruchteten schlagen in die Art des späterpaarenden Vogels um. 7. War aber jene Umwandlung zum Weißenbereits erfolgt, so wandelt sich nichts um, weder die Windeier, so daßsie fruchtbar würden, noch die durch Befruchtung entstandenen, so daßsie in die Art des paarenden ausschlügen. Ferner, wenn bei schonvorhandenen kleinen Eiern die Paarung unterbleibt, so wachsen die vor-handenen nicht weiter; findet aber wieder eine Paarung statt, so beginntalsbald das Wachsthum zur Größe"). Die Beschaffenheit des Gelbenund Weißen des Eies ist aber eine entgegengesetzte, nicht blos bezüglich

27) was damit gemeint sei, ist unklar; vielleicht mißgestal-tete, hundeschwanzartig gekrümmte Eier, wie sie zuweilen Vorkommen: ?1iu. lüst.

sura äixsrs, scheint also faulbrütige Eier darunter zu verstehen.

28) i. <i. waS auch einige lesen (z. B. 6amus) sind

Wind- oder Leereier, aus denen nichts wird, ok. kliu. bist. uat. X, 79: tor-tium, guoä irritum ssi, urinum voeaut.

22) ok. gou. LU. III, 1; kliu. Inst. ULt. X, .80.

20) Man dachte sich wohl, daß das Legen unbefruchteter Eier durch die Ein-wirkung der Luft bedingt sei.

5') Die Eier gehen nicht aus der Befruchtung hervor, wie Arist. meint,sondern die bis auf einen gewissen Grad fertigen Eier werden befruchtet und da-durch zur Embryonenbildung befähigt.

6k. äs Aon. au. I, 21. Ein solches Umschlagen ist nur scheinbar; eskann nur dann stattfinden, wenn die vorausgegangene Paarung aus verschiedenen.Gründen (z. B. wegen unkräftigen Samens, wegen noch nicht genügend vorbe-reiteter Eichen u. dgl.) erfolglos blieb. Von einem wirklichen Umschlagen kannhiebei nicht die Rede sein.

^') Ist nicht wohl denkbar; die einmal befruchteten Eier entwickeln sich stetigfort, ebenso die Windeier auch ohne jede Paarung. Daß aber die Hühner bei.öfterer Paarung besser legen, ist Thatsache.