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steht, das wurde noch nicht beobachtet. 3. Die Feigen des milden Fei-genbaumes enthalten die sogenannten Psenen"); dieses ist zuerst einWürmchen, sodann, nachdem die Haut geplatzt ist, fliegt, diese zurück-lassend , der Psen aus und dringt in die Feigen des zahmen Feigen-baums und bewirkt, diese anbohrend ^), das; die Feigen nicht abfallen;deshalb befestigen auch die Landleute die wilden Feigen an die zah-men und pflanzen in die Nähe der zahmen Feigenbäume wilde
Sicbeimiidzwaiizigstes Kapitel.
1. Die Erzeugung der vierfüßigen rothblütigen Eierleger findetim Frühlings statt. Sie paaren sich aber nicht alle') zu derselben Zeit,sondern einige im Frühlings, andere im Sommer, andere gegen denHerbst, je nachdem einem jeden die nachfolgende Jahreszeit rücksichtlichder Entwicklung der Jungen geeignet ist. Die Chelone^) nun legthartschalige und zweifarbige Eier, wie die der Vögel, gräbt sie, wennsie gelegt hat, ein und ebnet den Boden darüber; wenn sie dies be-werkstelligt hat, so brütet sie ab und zu darauf; im folgenden Jahre
ri) ronx rcrelton^ti-oux — culioos MM. XV. 20) sind die Fei-
gengallwespen lUlastopüaga grossornm drav.1, Opnixs psouos I,., welche die Feigenanstechen und ihre Eier hincinlegen, die sich in den Feigen entwickeln.
t-) Vgl. Min. Inst. nat. XV, 21; — es ist hier von der sog. Caprisicationdie Rede, welche noch heut geübt wird und von welcher Löw (Stettiner entom.Zeitung 13 43, p. K65S), der sie auf der Insel Laros selbst kennen lernte, ge-nauere Mittheilungen macht. Man nimmt sie vor, um große und schmackhastereFeigen zu gewinnen. Die Feigengallwespen schwärmen nämlich zur Zeit, wo diswilden Feigen so weit vorgerückt sind, baß sie ihre Eier dahinein absetzen können;die fertigen Jungen finden sich dann in den wilden Feigen vor, wenn die weitspäter zeitigenden zahmen Feigen sich zur Absetzung der Eier eignen. Man hängtdann wilde angestochcne Feigen an die zahmen Bäume; die durch Vertrocknenihrer Wirths nahrungslosen Wespen verlassen bann ihre Wohnungen und legenihre Eier in die zahmen Feigen, welche durch den in Folge dieses Reizes entstehen-den Sästezufluß größer und schmackhafter werden,t) Statt Trär^r« lesen einige
2) — ok. Naturg. der Thiere I, S. 32, Anm. 3 , Theile der
Thiere, S. 45, Anm. 5.
6) — b. h. aus Dotter und Eiweiß bestehend ok. äo gon. au.
III, 7.
Aristoteles, Rat. d. Thiere. II.