» 129 -
quetscht wird, wenn man sie berührt. Sie befindet sich nicht auf derOberfläche, sondern ein wenig unter der Erde. Wenn sie ausgewach-sen sind, so schlüpfen aus der erdigen Umhüllung kleine, dunkle Akri-den hervor, sogleich zerplatzt ihnen die Haut und sie werden alsbaldgrößer. Sie legen zu Ende Sommers und nach dem Legen sterben sie.3. Gleichzeitig nämlich, wann sie gelegt haben, bilden sich in der Hals-gegend Würmer ^). Auch die Männchen sterben um dieselbe Zeit. Sieschlüpfen aber im Frühling aus der Erde. Akriden entstehen weder inbergigem, noch in dürrem, sondern in ebenem und zerklüftetem Boden,sie legen nämlich in die Spalten. Die Eier bleiben aber den Winterüber im Boden. Zugleich mit dem Frühlinge werden aus der vorjäh-rigen Brut Akriden. Auf gleiche Weise legen auch die Attelaben^) undsterben nach dem Legen. Die Eier derselben gehen durch Herbstregenzu Grunde, wenn diese heftig sind; wenn aber Dürre eintritt, dannzeigen sich sehr zahlreiche Attelaben, weil sie nicht in gleicher Weise zuGrunde gehen, da die Verderbnis; derselben ohne Regelmäßigkeit undnur wie vom Zufall bedingt scheint.
Älcruudzwanzigstcs Kapitel.
1. Von den Cikaden^) gibt es zwei Arten, die kleinern, welchezuerst erscheinen und am spätesten umkommen, und die großem, diesingenden 2), welche später erscheinen und früher umkommen. Bei dengroßen wie den kleinen sind einige gleichmäßig am Gürtel eingeschnit-ten, die singenden nämlich, andere nicht eingeschnitten, die nämlich,welche nicht singen. Manche nennen die großen und singenden Ache-
Bei im Herbst aufgespießten Akriden Habs ich wiederholt im Halsschildederselben große Einzelwürmer gefunden, welche, da sie von der Nadel durchbohrtwaren, sich lebhaft bewegten und schließlich ein Körperende zwischen Halsschild undHinterleib sich hcrvorarbeiteten. Leider habe ich genauere Untersuchung versäumtund kann daher vorläufig nichts Weiteres berichten.
5) vL lrrrL^tt^oL — ek. Anm. 8 zum 17. Kap. des IV. Buchs.
rL5rL)/L§ — ok. Theile der Thiere S 140, Anm. 49—51, ok. auchkirrt, nur. XI, 32.
2) D. s. die Männchen, vgl. Anm. 6 zum 9. Kap. des IV. Buchs.'
o) Vgl. Anm. 35 zum 7. Kap. des IV. Buchs.
Aristoteles, Nat. d. Thiere, 11.
9