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deuten andere Körpertheile den Beginn der Samenbildung und derGeschlechtsreife an. 8. Im Allgemeinen haben bei den meisten Männ-chen die Jungen eine höhere Stimme als die Alten, wie ja auch diemännlichen Hirsche eine tiefere Stimme haben als die Weibchen; eslassen aber die Männchen zur Zeit der Paarung ihre Stimmehören, die Weibchen §), wenn sie in Furcht gerathen; die Stimme desWeibchens ist kurz, die des Männchens gedehnt. Auch bei alterndenHunden wird die Stimme tiefer. Bei den Pferden sind gleichfalls dieStimmen verschieden, die Weibchen lassen sogleich eine feine undschwache, die Männchen dagegen auch eine leise aber doch kräftigereund tiefere Stimme hören als die Weibchen, im Laus der Zeit wirdsie noch stärker; wenn sie zweijährig geworden und sich zu paaren an-fangen , lassen die Männchen eine kräftige und tiefe, die Weibchen da-gegen eine vollere und hellere Stimme hören, als früher, gewöhnlichbis zum zwanzigsten Jahre; nach dieser Zeit freilich lassen sowohlMännchen als Weibchen eine schwächere Stimme hören. 4. Wenn-gleich nun gewöhnlich, wie wir sagten, die Stimme der Männchen undWeibchen sich dadurch unterscheidet, daß die Männchen eine tiefereStimme hören lassen, als die Weibchen, soweit wenigstens ihre Stimmelanggedehnt ist, so ist dies doch keineswegs bei allen Thieren der Fall,sondern bei eingen das Gegentheil; so z. B. beim Rindvieh 5). Beidiesem ist nämlich die Stimme des Weibchens tiefer als die des Männ-chens und die der Kälber tiefer als die der Ausgewachsenen. Daherverändern auch die Verschnittenen die Stimme in umgekehrter Weise;die Verschnittenen schlagen nämlich in das Weibliche um. 5. DieZeit der Paarung verhält sich mit Rücksicht auf die Geschlechtsreifebei den Thieren folgendermaßen. Schaf und Ziege paaren sich undwerden trächtig im ersten Lebensjahre, besonders aber die Ziege, unddie Männchen bespringen in gleichem Alter. Die Jungen solcherMännchen unterscheiden sich aber auch von denen der andern^); dieMännchen werden nämlich tüchtiger im zweiten Jahre, oder wenn sie
Die brünstigen Männchen brüllen sehr heftig,si Die Weibchen geben ein Geläut von sich, das man in der Jägerspracheals Schmälen und Melden bezeichnet.
Vgl. bist. LN. IV, 11, 7 und A»m. 23 dazu.
D. h. denjenigen, welche später bespringen.