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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
75
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Wärme und des reichlichen Futters, zumal wenn sie nur kurze Zeltträchtig sind, wie beim Schwei», Hund; vom Geflügel diejenigen,welche wiederholt ini Jahre brüten. Viele vollziehen aber doch zumZweck des Aussütterns der Jungen die Paarung in der entsprechendenJahreszeit. 2. Beim Menschen ist der Mann mehr im Winter, dasWeib mehr im Sommer zur Paarung geneigt"). Die Klasse derVögel vollzieht, wie gesagt, das Paarungs- und Brütegeschäft zumeistim Frühlinge und zu Anfang des Sommers, den Eisvogel ausge-nommen; der Eisvogel brütet aber zur Zeit der Wintersonnenwende^);daher nennt man auch, wenn es uni die Zeit der Sonnenwende heitresWetter ist, die sieben Tage vor und nach der Wende Eisvogeltage,wie denn auch Simonides^) sang:Wie wenn Zeus in dem winter-bringenden Monat vierzehn Tage spendet, die heitere Zeit nennen'sdie Erdbewohner,die heilige Ernährerindes bunten Eisvogels." 3. Eswerden aber diese Tage heiter, wenn zur Zeit der Sonnenwende ge-rade Südwinde wehen und während der Plejaden Nordwind herrschte.

1) Vgl. klin. Inst. nat. X, 88: viros aviäiorss Vsnons Insmo, fominasasstato Hosioäus proäiäit., also eine recht alte Behauptnng, die sich schon beiHesiod (op, ot äiss. 566) findet.

2) bist. an. VIII, 5, 7; IX, 15; kliu. Inst. uat. X, 74

(Iialexou); Lolian. bist. an. I, 86; V, 43; VI, 19; VII, 17; IX, 17; Oviä.mstam. XI, 730 sg.; Virx. Osorx. I. 399 ist trotz der Fabeln, welcheseine Naturgeschichte bei den Alten verunzieren, als Eisvogel (älosäo) nicht zuverkennen. Die Größe ov TrokXcv <55(>ovAov Inst. an. IX. 15), die

bunte Färbung (Siwoniäss 1. o.) und zwar ein Gemisch von Gelb, Rörhlich undBlau, insbesondere die blaue Oberseite (r« IX, 15), der lange,

dünne, grünliche Schnabel (idiä.), der Aufenthalt an Gewässern (VIII, 5, 7), seinvereinzeltes Erscheinen, seine Nahrung idiä.), sein aus Fisch-gräten gebautes Nest (idiä.); die Zahl seiner Eier (Tregi V, 9) alles

paßt auf den Eisvogel (ä-Iesäo ispiär l^.). Nach dem Mythos wurde Halkyone,die Tochter des Aeolus und Gemahlin des Keyx in einen Eisvogel verwandelt(Lppolloä. I, 7, 3; Oviä. mot. XI, 710 sh.),

2) Die Fabel, daß der Eisvogel im Winter brüte, war bei den Alten allge-mein (ok. Lslian nat. au. I. 36; klntared II, p. 982; kliu. Inst. uat. X, 83).Aeolus sollte dann (in den Eisvogeltagen, in Erwartung der Enkel-

chen die Winde eingesperrt halten (Oviä. mst. XI, 7 45 sg.).

§) Simon ides, ein griechischer Lyriker, Zeitgenosse PindarS, zu Julis aufKeoS 554 v. Ehr. geboren, starb 469 v. Ehr. am Hofe des Königs Hiero zuSyrakus. Seine Schriften sind verloren gegangen, Fragmente derselben sammelteSchneidewin (Simouiäis Lsi carmiuum rsligma». Lrunsv. 1935),