64
nichen b); bei diesen befruchtet nämlich das hinanfsteigende Männchendas Weibchen und wird gerade wie die Spatzen schnell damit fertig.Unter den Vierfüßlern paaren sich die Bären'') im Liegen in gleicherWeise, wie die übrigen im Stehen, so zwar, daß die Bauchseite desMännchens gegen die Rückenseite des Weibchens gekehrt ist. Die Land-igel > 0 ) aber, indem sie aufrecht stehend die Bauchseiten gegen einan-der kehren. 3. Unter den Lebendiggebärenden und durch Größe aus-gezeichneten halten weder die Hirschkühe den männlichen Hirschen, nochdie Kühe den Stieren, oder doch nur selten Stand wegen der Stärkeder Ruthe, vielmehr empfängt das Weibchen im Vorschreiten den Sa-men ; so hat man es nämlich auch bei den Hirschen und zwar den zah-men beobachtet. Der Wolf'") begattet und wird begattet in gleicherWeise, wie der Hund; die Katzen '?) aber nicht rücklings sich nähernd,sondern das Männchen in ausrechter Stellung, während das Weibchensich darunterlegt; die Weibchen sind aber von Natur geil und lockendie Männchen zur Paarung an und heulen während der Vereinigung.4. Die Kameele paaren sich, indem das Weibchen sich niederlegt;das Männchen aber tritt darüber hin und befruchtet es nicht Steiß
8) — ok. Naturg. der Thiere I, S. 4, Anni. 4.
2) Vgl. Plinius diät. nat. VIII, 54; — ck. Naturg. der
Thiere I, S. 85, Anm. 12.
— ck. Naturg. der Thiere I, S. 39, Anm. 13;a» xsn. NN. I, 5: v^Aot ckt« cexavAerx. Sie paaren sich
übrigens Bauch gegen Banch, wobei das Weibchen aus dem Rücken liegt.
") ?.vseox — ek, Naturg. der Thiere I, S. 15, Anm. 81 .
— ck. bist. an. VI, 29, 3 ist hinlänglich als Katzecharacterisirt und schon an den nächtlichen Concerten bei der Paarung zu erkennen.Sic war schon frühzeitig domesticirt und wurde im alten Aegypten (lleroä. II, 8und 68; vioaeor. I, 53 und 91) als heiliges Thier verehrt, ihre Leichen ein-balsamirt und beigesetzt (voscrixt. äs 1'üxzpto vol. II, xl. 41, Ho. 14; pl. 51,Ho. 3; pl. 54, Ho. 7). Bei den Römern hieß sie Idlis (Min. X, 83 und 94)und catn» (vallaä. dlart. 9, 8) und wurde zum Fangen der Mäuse und Maul-würfe gehalten, wozu früher das Wiesel mustsla.) gezüchtet wurde; der
letztere Name bürgerte sich allmälig ein (Luaxrius Bd. 24: tttÄovpox,
*^) rcnuizllox — et. Naturg. der Thiere I, E. 55, Anm. 14, und S, 55,Anm. 15.