Selachcr '') aber schlafen zuweilen so fest, daß man sie gleichfalls mitder Hand greifen kann. Der Delphin und die Phalänc '2) und alle,die ein Spritzloch haben, schlafen mit über den Meeresspiegel empor-gehobenem Spritzloch, durch welches sie ja athmen , indeß sie leise dieFlossen bewegen. Manche haben sogar den Delphin schon schnarchenhören. Auch die Kopffüßler schlafen in gleicher Weise wie die Fische,und ähnlich wie diese die Krustenthiere. Daß aber unter den Thierenauch den Insekten der Schlaf zukommt, davon ist Folgendes einaugenscheinlicher Beweis: sie ruhen nämlich und sind offenbar regungs-los , doch vor allen ist dies bei den Bienen klar, sie ruhen nämlichNachts und hören auf zu summen. Dies ist aber auch bei den unsam häufigsten umschwärmenden derartigen Thieren offenbar; sie ruhennämlich keineswegs blos deßhalb in der Nacht aus, weil sie nicht scharfsehen (alle hartäugigen sehen nämlich schlecht), sondern sie bleiben offen-bar auch beim Lampenschein nicht weniger ruhig. Am meisten vonden Thieren träumt indeß der Mensch. Säuglinge und Kinderchenhaben keine Träume "'), sondern diese entstehen bei den meisten umdas vierte bis fünfte Lebensjahr ^). Es hat aber schon sowohl Män-ner als Weiber gegeben, die überhaupt niemals einen Traum sahen >5).Bei einigen von diesen ereignete es sich, daß sie im vorgerückten Altereinen Traum sahen und mit diesem im Körper eine Veränderung ent-stand, die bei einigen zum Tode, bei andern zu Krankheit führte. Mitden Sinnen, dem Schlaf und Wachen verhält es sich also in dieserWeise.
Elftes Kapitel.
1. Bei einigen Thieren finden sich Männchen und Weibchen,bei andern dagegen nicht, sondern man sagt nur in gewissem Sinne')
") — vk. Theile der Thiere S. 50, Anm. 10; kUn. 1ii«t.
IX, 60.
*2) — et'. Naturg. der Thiere I, S. 21, Anm. 5.
Vgl. äo insommis 3, wo die Sache begründet wird.
Zu spät angesetzt ek. dist. ua>t. X, 98.
Vgl. äs 1n8omi»n8 3, ?Nn. di3t. nat. X, 98.
') Ueber den Inhalt dieses Kapitels vgl. bes. äs xou. L». 1, 1.