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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Zwölftes Kapitel.

1. Das Fleisch ') und das, was eine ähnliche Beschaffenheitwie das Fleisch hat, liegt bei allen blutführcudcn Thieren zwischender Haut und den Knochen, oder zwischen der Haut und dem denKnochen Entsprechenden. So wie sich nämlich die Gräten zu denKnochen verhalten, so verhält sich auch bei den Thieren, welcheKnochen oder Gräte haben, das Fleisch zu dem Fleische DasFleisch ist aber nach allen Richtungen theilbar und nicht blos dere Länge nach, wie die Sehnen und Adern. Bei abgemagertcnk Thieren schwindet cs und es entstehen Adern und Fasern, bei gutgenährten hingegen entsteht Fett statt des Fleisches ^). 2. Beidenjenigen Thieren, welche viel Fleisch haben, sind die Adernzarter, das Blut röther, die Eingeweide und der Magen klein,bei denjenigen aber, welche dicke Adern und dunkleres Blut haben,sind zwar die Eingeweide größer und der Magen weiter, aberdas Fleisch ist weniger entwickelt. Es werden aber am Fleischefett die Thiere, welche kleine Magen haben.

i Dreizehntes Kapitel.

* 1. Schmalz und Talg ') unterscheiden sich aber von ein-

' ander. Der Talg ist nämlich durchaus bröcklich und erstarrt er-

* kältet; das Schmalz dagegen ist flüssig und erstarrt nicht. Auch' die Brühen der Schmalzthiere, z. B. die vom Pferde und Schweine,

erstarren nicht, die von Talgthieren aber, wie vom Schaf und derZiege, erstarren. Sie unterscheiden sich aber auch nach dem Orte;das Schmalz bildet sich nämlich zwischen Haut und Fleisch; derTalg bildet sich nur am Ende des Fleisches. Es wird aber auchdas Netz bei den Schmalzthieren schmalzig, bei den Talgthierentalgig. Es haben aber die mit gleichmäßigem Gebiß Schmalz,die mit ungleichmäßigem Talg. 2. Von den Eingeweide» wirdbei einigen Thieren die Leber fettig, wie unter den Fischen bei denKnorpelfischen; man macht nämlich Thran daraus, welcher sich

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i) lieber das Fleisch vcrgl. Theile der Thiere S. 44 sg. <11. 8.)

Vcrgl. Theile der Thiere II, 5 (S. S7>.

') lieber Schmalz »nd Talg vergl. Theile der Thiere II, 5. <S. 8S -g.)