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Knochen nämlich, welche sich berührend aneinander stoßen, sind durchSehnen miteinander verbunden. Um alle findet sich eine MengeSehnen, nur am Kopfes ist keine einzige, vielmehr halten dieNähte der Knochen selbst ihn zusammen. Die Sehnen sind abervon Natur der Länge nach spaltbar, der Quere nach dagegen nichtspaltbar und sie haben eine bedeutende Dehnbarkeit. Um sie herumfindet sich eine schleimige, Weiße und klebrige Flüssigkeit^), durchWelche sie ernährt werden und ans welcher sie offenbar entstehen^).Eine Ader läßt sich nun noch brennen'"), die Sehne aber wirdvom Feuer völlig zerstört, auch wächst sie, wenn sie zerschnittenist, nicht wieder zusammen ''). 4. Kein Körpertheil erleidet Läh-mung, der keine Sehnen enthält '^). Die meisten Sehnen findensich an den Füßen, Händen, den Nippen, Schulterblättern, demHalse und den Armen. Sehnen haben alle diejenigen, welcheBlut führen, allein diejenigen, welche keine Gliedmaßen besitzen,sondern Hand- und fußlos sind, dünne und undeutliche; daher sindsie bei den Fischen an den Flößen am deutlichsten.
Sechstes Kapitel.
1. Die Fasern ') aber stehen zwischen Sehne und Aderin der Mitte. Einige von ihnen enthalten die Flüssigkeit desIchor und erstrecken sich von den Sehnen zu den Adern odervon diesen zu jenen ^). Es gibt auch noch eine andre Art von
?) D. i. am Schädel, nämlich zwischen den Schädclnähten.
8) Die in den dnrsao tsnäinnm muoosas enthaltene Flüssigkeit.
"1 Ist irrig.
") Nämlich zu chirurgischen Zwecken.
H) Die Tenotomie lehrt das Gcgcntheil.
12) Man sieht, daß Aristoteles schon die Sehnen (Muskeln) als Bewegungsorganeerkannte; er kam aber zu keiner Klarheit über den ganzen Sachverhalt.
*) oL Anm. 5 zum 1. Kap. des I. Buchs. Hier ist nicht etwa von den
Lymphgefäßen die Rede, die erst später von Herophilus (ChyluSgesäßc) entdeckt wurden.Aristoteles würde sie am wenigsten an den hier bczcichneten Stellen ausgefunden haben.Dis eigentlichen Lymphgefäße wurden erst sehr spät (durch Thomas Bartholin)bekannt.
2) Was Aristoteles hier mit dem Namen sr-xy bezeichnet, ist nicht zu enträthseln.Wahrscheinlich hat man hier an feine Aderästchen (Venen und Arterien) zu denken,
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