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und nicht an solchen Kotyledonen aufgehängt. Die ungleichar-tigen Theile der Thiere, sowohl die äußern als innern, verhaltensich sonach in dieser Weise.
Zweites Kapitel.
1. Von den gleichartigen Theilen ist bei allen mit rothem Blutversehenen Thieren das Blut der allgemeinste, sowie die Theile,in welchen es naturgemäß sich vorfindet (diese heißen aber Adern),sodann das diesem Entsprechende, der Ichor und seine Gefasst):ferner was den größten Theil des thierischen Körpers ausmacht,das Fleisch und der ihm bei einein jeden entsprechende Theil,ferner die Knochen und das ihnen entsprechende, z. B. Gräteund Knorpel; endlich das Fell, die Häutchen, die Sehnen, dieHaare, die Nägel und was ihnen gleichkommt; überdies dasSchmalz, der Talg und die Ausscheidungsstoffe; diese sind aberKoth, Schleim, gelbe und schwarze Galle ^). 2. Da nun aberdas Wesen des Blutes und der Adern einem Urquell ^) gleicht,so muß zunächst von diesen die Rede sein, zumal einige, diefrüher darüber handelten, die Sache nicht richtig dargestellt haben.An der Unbekanntschaft mit diesen Theilen trägt aber die Schwie-rigkeit der Untersuchung Schuld. Bei abgestorbenen Thieren istnämlich die Beschaffenheit der Hauptadern undeutlich, weil vorzüglichdiese schnell zusammenfallcn, indem das Blut herausgcht (ausdiesen fließt nämlich sämmtliches Blut heraus, wie aus einemBchältmß; kein Theil des Körpers hat aber für sich Blut, aus-genommen das Herz weniges, vielmehr befindet sich alles inner-halb der Adern); bei lebenden Thieren ist es aber unmöglich,zu beobachten, wie sie sich verhalten, sie liegen ja im Innern.Daher haben einige, welche an abgestorbnen und zerlegtenThieren nachsuchten, die großen Anfänge nicht gesehen, andere
Vergl. Anm. 5 zum 1. Kap. des 1. Buchs.
2) vergl. Anm. 7 zum I. Kap. des
!. BuchS. Alle drei spielten in der Hippokratischen Humoralpathologis eine große Rolle,da sie im Uebermaß entwickelt als Ursache vieler Krankheiten galten.
2) Vergl. Theile der Thiere U, 4—6.