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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
102
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als rücksichtlich der übrigen Fische, muß man genauer aus denAbbildungen in der Anatomie ersehen. Auch das Geschlechtder Schlangen zeigt sowohl hinsichtlich dieser, als unter sichVerschiedenheit; alle übrigen Schlangenarten legen Eier; dieViper dagegen allein bringt lebendige Junge zur Welt, nach-dem sie zuvor in ihrem Innern Eier erzeugt. Daher verhaltensich die Thcile ihrer Hysteren ähnlich wie bei den Selachern.Die Hhstere der Schlangen, wie ihr Körper in die Länge ge-streckt, zieht sich von unten her mit einem einfachen Gange be-ginnend ununterbrochen jedcrseits längs der Wirbelsäule in Ge-stalt eines Ganges bis zum Zwerchfelle hinauf, wo die Eier sichin Reihen geordnet bilden und nicht vereinzelt, sondern zusam-menhängend gelegt werden 34). 15. Alle diejenigen, welche leben-

dige Junge sowohl gebären, als in sich erzeugen, haben die Hy-stere an der Unterseite des Bauches, sämmtliche Eierleger hingegenmehr oberwärts nach "den Lenden hin; diejenigen aber, welchezwar lebendige Junge zur Welt bringen, in sich aber Eier ent-wickeln, schwanken zwischen beiden; der Theil der Hhstere nämlich,in welchem sich die Eier befinden, liegt oberwärts nach den Len-den hin, der andere aber um den Ausgang oberhalb der Därme.Es gibt auch noch eine andere Verschiedenheit der Hysteren un-ter einander. Die Gehörnten und ungleichmäßig gezahnten habennämlich, wenn sie trächtig sind, Kotyledonen 33) in der Hhstere,so auch unter den gleichmäßig gezahnten der Hase, die Mausund Fledermaus. Die übrigen gleichmäßig gezahnten dagegen,welche lebendige Junge gebären und Beine haben, besitzen sämmt-lich glatte Hysteren und der Embryo ist an der Hhstere selbst 33)

32°, Bergl. Theile der Thiere S. 32, Anni. 2.

33) kjx-rx ist wie e'/rc>>rr die einzige lebendiggebärende Schlange, also mitidentisch; vergl. I, 6, A.nm. 12.

34) Die Ovarien der Schlangen liegen als zwei langgestreckte Säcke jederseitS amRücken über den Nieren; ein Eileiter führt von jedem zur Kloake; im Eileiter ent-wickeln sich bei den Vipern aus den Eiern die Jungen.

33) Dies sind die sogenannten Gebärmutter knöpfe, d. h. warzenförmige,pilzartige, gewundene Zäpfchen mit gewölbter oder (bei Schas und Ziege) auSgehöhlterOberfläche, welche im Zustand« der Trächtigkeit zur Verbindung mit den der Placentaentsprechenden zerstreuten Chorionzotten dienen.

33) Natürlich späterhin mittelst Nabelschnur und Placenta.