81
Thiere, daß jene rothes Blut führen, diese aber nicht. Zn jenengehören aber der Mensch, die lebendiggebärenden Vierfüßler, derVogel und Fisch und die Walle, und was es sonst noch gibt,ohne benannt zu sein, weil cs keine Gruppe, sondern nur einzelnefür sich bestehende Arten bildet, wie Schlange und Krokodil.2. Alle lebendiggebärenden Vierfüßler haben eine Speise- undLuftröhre und zwar in derselben Lage, wie beim Menschenebenso auch die eierlcgenden Vierfüßler und die Vögel; allein sieunterscheiden sich in der Gestalt dieser Theile. Im Allgemeinenhaben alle, welche Luft ein- und ausathmen, eine Lunge, Luft-und Speiseröhre, und zwar die Speise- und Luftröhre in gleicherLage, aber nicht gleich gestaltet, die Lunge aber weder gleich ge-stalte^ noch in gleicher Lage. 3. Ferner ein Herz haben alle,s welche rothes Blut führen; auch das Zwerchfell, welches mau Phrcucs! nennt, allein bei den Kleineren ist dieß wegen der Zartheit und! Kleinheit nicht gleich deutlich, außer beim Herzen. Etwas Eigen«j thümliches findet sich beim Ochsen; cs gibt nämlich eine gewissel Art Ochsen (aber nicht bei allen ist es so), welche im Herzeneinen Knochen ^) hat. Es hat aber auch das Herz der Pferde! einen Knochen. 4. Eine Lunge haben indeß nicht alle Thiere,
^ z. B. der Fisch hat sie so wenig, wie die sonst mit Kiemen vcr-! sehenen Thiere. Auch eine Leber haben alle, welche rothes Blutführen; auch eine Milz haben die meisten, welche Blut führen. Diemeisten nicht lebendiggebärenden, sondern cicrlcgenden haben jedocheine so kleine Milz, daß sie sich bei den meisten Vögeln derBeobachtung fast entzieht; bei der Haustaube^), der Weihes,dem Habicht b) und der Eule°). Der Aegokcphalos?) hat aber
1) 6k. Iu a. 1, 13; äs pari. 11, 3; Theile der Thiere S. 7 7, sg.
2) 6k. äs xa>rt. III, 4; Theile der Thiere S. 85, Anm. 11.
6) 7kL()L0'rL()tt, ek. Anm. 66 zum 1. Kap. des 1. Buchs.
") (ek. d. an. 11. 11, 8; VI, 6, 2; VII, 5, 1 u. 8; V111, 16. 1;
IX, 2, 4; äs pari.. 111, 7), bei den Römern Nilvus (klin. X, 12 u. 95 u. 96, theil-rveise nach Aristoteles) gilt traditionell für Llllvus rogalis. Weitere Beweise für dieRichtigkeit der Bestimmung fehlen.
5) ok. Anm. 22 zum 5. Kap. des 1. BuchS.
ö) ek. Anm. 57 zum 1. Kap. des 1. BuchS.
?) (ek. 11, 11, 8; 11, 12, 15). Wir erfahren von diesem Vogel
Aristoteles. Nat. d. Thiere. I. 6