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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
59
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Gelenke, es scheint vielmehr mir so wegen des cingezogenenBauches. Auch hat es zwar einen dem des Ochsen ähnlichenSpielknochen das Hüftbein dagegen ist im Verhältniß zurGröße des Thieres klein. 6. Es ist aber zweihnfig und nichtgleichmäßig gezahnt. Zweihnfig ist es folgendermaßen: von hin-ten her spaltet er sich ein wenig bis an das zweite Gelenk derZehen, vorn ist er ein wenig, ungefähr bis zum ersten Gelenkeder Zehen, gespalten, an der Spitze aber ist er völlig ge-theilt es befindet sich nämlich inmitten der Spalten nochetwas, wie bei den Gänsen. Der Fuß ist unterwärts fleischig,wie die der Bären; darum bindet man den in den Krieg ziehen-den, wenn sie schmerzen, Lederschuhe unter. 7. Alle Vierfüßlerhaben knochige, sehnige und fleischlose Beine, ja überhaupt alleübrigen mit Beinen versehenen Thiere, mit Ausnahme des Men-

>3) Nach Schneiders Conjectur r,'7ko<rreez(7t»<.

") »ergl. Theile der Thiere S. 36, Anm. 3.

") Die Kaineele habe» sechs, die übrige» Wiederkäuer nur 5 Fußwurzclknochen,indem taluo und os navienlaro zu einem Knochen verschmelzen. Die vulgäre Lesarti<7/eor/ ckt ^tx^vi/ gibt einen guten, dem Thatbcstande entsprechenden Sinn, da inder That das Hüftbein der Kameele vcrhältnißmäßig klein erscheint; die Conjecturctk xcee UtX(ia^ (auf den bezogen) ist daher unniithig.

Diese Stelle hat fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Sie lautet: kx zctxrvv oTitnAkr, utX(ioi- xcezeer^x l)«x-

r» kir^tckrcrt /urxn« ö'ao^ k!/»e risx Ti^curizx xnzc-

7tz? v ctcexr'ügM»' kV <7xn,n X. r. ll. So gibt die Stelle offen-

bar keine» dem Thatbcstande entsprechenden Sinn; und doch ist dies! nothwcndig, daaus den genauen Angaben mit Sicherheit erhellt, daß Aristoteles sich den Thatbestandgenau angesehen hatte. Schneider sucht die Schwierigkeit dadurch zu lösen, daß erdas «x rov o/iinAir- ans die Hinterbeine, das ro auf die

Vorderbeine bezieht, offenbar um bei dem doch factisch nur zweihufigcn Kameele dastrr «Xjip hcrauszubringen. Aber abgesehen davon, daß nicht abzusehe»,

weßhalb Aristoteles dann kx rou v-itlrAkre und nicht wie k^u7t(>v<7Akk' auchro orrtcrAkt' sagte, abgesehen ferner von dem wohl ziemlich allgemein anerkanntenund einleuchtenden Gezwungenen dieser Erklärungwcise, hat wohl Schneider selbst sichdurch dieselbe nicht befriedigt gefühlt, sonst hätte er sie in der Version nicht unberücksich-tigt gelassen. Offenbar liegt die ganze Schwierigkeit in k/7 e-x§k- hier

muß ein Fehler der Abschreiber stecken. Man lese statt dessen k/7 «x(><u äk

oder <7i<r«§k, wie die Uebcrsetzung gibt. Wenn ein mit dem Thatbcstande nichtvertrauter Abschreiber las, so ließ er natürlich das dann sinnlose ffk weg,

und so konnte leicht diese Lesart entstehen.