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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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wilden Hörnerträgern der Bonasos Auch der sügcnannte Hip-pelaphus hat am Bug eine Mähne, sowie das Thier, welches

5) (65. Iilst. an. 11, 2, 10; 11, 12, 1; IX, 32; äs pari. 111, 2;mirad. aussult. 1) wird als ein Wiederkäuer von Ochsengröße mit gegeneinander ge-krümmten Hörnern, einer Nackenmähne und tief in die Augen herabhängenden Stirn-haaren und einem Ochsenschwanz beschrieben, welches alles auf Los urus paßt.

6) kommt nur an dieser Stelle vor. Hirschgröße, zwei Hufe,

Hörner wie beim Dorkas, dem Weibchen fehlend, eine schwache Nackenmähne, ein Bartlängs der Kehle, Vaterland Arachosien, das ist alles, was wir vom HippelaphuSerfahren. Man hat auf verschiedene Thiere geschlossen. Cuvier deutete erst aufEsrvus liixxslaxlius, den er deshalb mit diesem Namen belegte (Lselwrelws sur Iss0S3SM6N3 kdssilss, IV, x>a§. 40); später (aäältamsnt. x. 503) auf Oorvus L.ri8t0ts11s.den er nun, da der Name lüppolaxkus bereits von ihm vergeben war, nach dem ver-meinten ersten Beschreiber desselben benannte. Wiegmann deutete (1. e. x>. 26) aufLntiloxo xlota Lall. Alle drei sind indische Thiere, auf alle drei paßt die Beschreibungdes Aristoteles. Entschieden scheint die Wahl durch die Angabe des Aristoteles, dieHörner des Hippelaphus seien denen des Dorkas ähnlich. Allein was für ein ThierdeS Aristoteles ist, das ist eben wieder die Frage, da man bald das Nch

(6srvus eaxrsolas), bald die Gazelle (^.ntiloxs Lorcas) darunter verstehen will. Ari-stoteles nennt den cj'ogXttS' (äs xart. 111, 2) das kleinste (natürlich ihm) bekannte hör-nertragende Thier. Neh und Gazelle sind ziemlich von gleicher Größe. (Es gibt zwarnoch kleinere, als beide, z. B. die nur 1 Fuß hohe ^utiloxs pxxmasa, aber diese kannteAristoteles nicht). Weiteres erfährt man von Aristoteles über nichts. Die

übrigen Griechischen Schriftsteller führen zu folgendem Resultate: Herodot (IV, 192)erwähnt unter den Thieren bei den Lybischen Weidevölkern der

ist aber nach Aelian (k. a. VII, 47) mit gleichbedeutend; den cjogxttS' bei

Ael ian(1i. a. XIV, 14) erkennt man mit Bestimmtheit als Gazelle, also auch denHerodot's um so mehr, als auch damals nach dem übereinstimmenden Zeugnißder alten Geographen und Naturhistoriker (Lsroäot lV, 192) in Lybien keine Cervinen,sondern als deren Repräsentanten Antilopen auftraten. Was Xenophon (L-nadasls 1,5; 6xrop. 1, 4) als cso(>xtt 5 nennt, kann des Vaterlands wegen auch nur Gazellesein; ebenso bciStrabo (XVI. 4, 16 und sicher 17). Oppian dagegen beschreibtunter dem Namen (O^noxst. 11, 296 sg. nach Geßner's Vermuthung des Verses

wegen statt das später 315 sq.., aber vielleicht eben deshalb ohne weitere

Beschreibung vorkommt) offenbar ein hirschartiges Thier, also keine Gazelle. ES istalso nichts zu machen. Da Aristoteles indeß bemerkt, daß nur der solide

Hörner habe und diese alljährlich abwerfe, alle andern Hornthiere aber hohle undbleibende Hörner hätten (In a. 11,2,11; äs xart. 111, 2; Theile der Thiere S. 76, Anm. 8),so dürfte sein wohl zu den letztern zählen und also als Gazelle zu fassen

sein. Dann würde kipxslaplius mit Wiegmann als ^.ntiloxs xicta gedeutet wer-den müssen. Cs wäre freilich auch möglich, daß Aristoteles zwar das Reh, das nochjetzt in Griechenland heimisch ist (v. d. Mühle 1. o. x. 1) kannte, daß aber dessen Hirsch-natur, seine soliden Hörner und das Abwerfen derselben ihm unbekannt blieb. Das istjedoch sehr unwahrscheinlich; o5. Anm. 13 zum Kap. XII, Buch 2.