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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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ißt und trinkt damit, indem er mit ihr zum Munde führt, undreicht dieselbe aufwärts seinem Führer; mit ihr reißt er auchBaume aus und athmet mit derselben, wenn er durch's Wasserschwimmt. Ihre Spitze läßt sich biegen, ist aber ohne Gelenk,denn sie ist knorplig. 3. Unter allen Thieren hat der Menschallein zwei geschickte Hände; einen der Brust des Menschen ähn-lichen, aber nicht gleichen Thcil haben alle Thicrc; er hat näm-lich eine breite Brust, die übrigen hingegen eine schmale; Brüsteaber an der Vorderfläche hat außer dem Menschen kein einziges.Der Elcphant hat zwar zwei Brüste, allein nicht auf der Brust,sondern neben der Brust ^). 4. Die Biegungen der vordemund hintern Gliedmaßen zeigen sich sowohl einander, als denendes Menschen entgegengesetzt °), den Elephantcn^) ausgenommen,denn sämmtliche lebendig gebärende Vierfüßler biegen die Vorder-beine nach vorn, die hintern dagegen nach hinten, so daß dieConcavitätcn der Beugungen einander entgegensehen. Beim Ste-phanien verhält es sich aber nicht so, wie einige sagen?), er legtsich vielmehr nieder und biegt die Beine, nur daß er dies wegenseines Gewichts nicht mit beiden zugleich kann, sondern sich ent-weder auf die linke oder rechte Seite legt und in dieser Lageausruht 2); er biegt aber die Hinterbeine wie der Mensch. 5.Bei den Eierlegern dagegen, z. B. dem Krokodil, der Eidechseund allen übrigen der Art, werden beide Beine, die vordem wiedie hintern, nach vorn mit einer kleinen Abweichung zur Seitegebogen, ebenso auch bei den übrigen, den Mchrfüßlern, nur daßdie zwischen den äußersten Beinen gelegenen allemal ein schwan-

«1 Vergl. Thcil- der Thi-re 8. IS 7.

6) Diese allgemeinen Bemerkungen sind an sich ganz richtig; unrichtig werdensie nur dann, wenn man diese Biegungen bei den Thieren mit Ellbogen und Knie desMenschen verwechselt, und Handgelenk und Ferse des ThicrS für gleichbedeutend mitEllbogen und Knie des Menschen hält; vergl. Theile der Thiere S. 169, Anm. 8.

6) Auch die Affen nimmt Aristoteles aus, denn sie biegen Arme und Beine wie derMensch; ek. List. ao. 11, 5, 3.

?) Im Alterthum fabelte man nämlich, der Elephant könne die Beine gar nichtbiegen, schliefe daher in aufrechter Stellung und an Bäume gelehnt; ek. Gollau List,ns-t. IV, 81; 8trLdo XV1; VLoäor 111.

6) Der Elcphant schläft auf der Seite liegend.