Dickdarm gleicht dem des Schweins; er ist nämlich weit und dervon ihm zum After verlaufende Theil dick und kurz. 10. DasNetz '6) aber ist an der Milte des Magens befestigt; es ist eineHaut von fetter Beschaffenheit, gerade wie bei den Thieren, welcheeinen einfachen Magen haben und gleichmäßig gezahnt sind. Ueberden Gedärmen findet sich das Gekröse '?). Dieses ist hautartigund breit, auch wird cs fett. Es hängt von der Hohlader undder Aorta herab und zahlreiche dicht gedrängte Adern durchziehendasselbe nach der Stelle der Gedärme von oben beginnend bisunten hin. So verhält es sich also mit der Speiseröhre, derLuftröhre, so mit der Bauchhöhle.
Vierzehntes Kapitel.
1. Das Herz hat drei ') Höhlen; cs hat seine Lage vornin der Lunge, längs der Theilnng der Luftröhre; es besitzt einefette und dicke Haut, durch welche es mit der Hohlader und Aortavereinigt ist. Es liegt aber auf der Aorta der Spitze gegenüber;die Spitze dagegen liegt bei allen Thieren, welche eine Brusthaben, in gleicher Weise nach der Brustwaud hin. Ja auch beiallen, sowohl bei denjenigen, welche diesen Theil haben, als beidenjenigen, welche ihn nicht haben, hat das Herz in gleicher Weiseseine Spitze nach vorn gerichtet, indeß dürfte dies Wohl öftersunbemerkt bleiben, da es bei der Obduction aus seiner Lage weicht.Seine gewölbte Fläche ist nach oben gewandt, seine Spitze aberist sehr fleischig und dicht, und in seinen Höhlen befinden sich
16 ) Vergl. Theile der Thiere S. 121, Ailm. 1.
*?) Vergl. Theile der Thiere S. 122, Anm. 1.
i) Vergl. Theile der Thiere S. 65, Anm. 12. Ich mutz das dort Ausgesprochenehier gegen die ganz verkehrte Darstellung, welche neuerlich wieder Millne Edwards(I-6sons snr la, I^xsioloxis 1'. 111. 1 pait. karls 1858 x. 8) von der Ansicht desAristoteles gibt, aufrecht erhalten. Die rechte Herzhöhle ist die rechte Vor- undHerzkammer, welche Aristoteles nicht unterschied, die linke ist das atrimn sinistrum,die mittlere der vsntrieulns oinistsr. Dies wird sich aus dem Folgenden mit Evidenzergeben.