Sehnen 2. Seiner Lage nach befindet cs sich bei den übri-gen Thieren, welche eine Brnst haben, in der Mitte der Brust,bei dem Menschen hingegen mehr nach der linken Seite hin, einwenig von der Theilungsstellc der Brüste nach der linken Brusthinneigend in dein obern Theile des Brustkastens Auch ist esnicht groß, und seine ganze Gestalt nicht in die Länge gestreckt,sondern mehr rund, nur daß das Ende in eine Spitze ausläuft.Es hat aber, wie bereits bemerkt wurde, drei Kammern, undzwar die größte nach rechts ^), die kleinste nach links 5), die vonmittlerer Größe in der Mitte Alle sind nach der Lunge zumit Oeffnungen versehen (auch die zwei kleinsten sind beide nachder Lunge zu mit einer Oeffnung versehen?); dies ist aber beieiner der Kammern unterwärts, wo sic angewachsen ist, deutlich.3. Längs der größten Kammer hängt es mit der Hohlader zu-
2) Vergl. Theile der Thiere S. 85 in der Anm. 10.
6) Vergl. Theile der Thiere S. 81 s<i.
4) Dies ist die rechte Vor- nebst Herzkammer (also gewiß die größte), welche, wieAristoteles sagt, mit der Hohlader, sowie durch einen Gang (nämlich die Lungenarterie)mit der Lunge verbunden ist.
5) Ist daS atrium sinistrum, die linke Vorkammer, ebenfalls, wie Aristotelesangibt, mit der Lunge durch einen Gang (die Lungenvenen) verbunden.
0) Ist der vontrioulns sinistor, die linke Herzkammer, von welcher eZ sogleichheißt, daß sie mit der Aorta zusammcnhängt.
7) Die etwas schwierige Stelle lautet: -ccre 7oV Tk/lLr-.uor'tt
Xttt 7oV TkÄLv-tr77tt<7cr5. -r. 7. Schneider will den ersten
Theil von xcet bis Tstto'ttr, der in mehreren Codices fehlt, beseitigt wissen; er
muß aber stehen bleiben, weil ohne ihn die Confnsion nicht zu beseitigen ist, mit ihmaber nur ein kleiner Jrrthum des Aristoteles stehen bleibt, den ihm die Philosophie be-reitete. An dieser Stelle sagt er: Alle drei Herzhöhlen, auch die beiden kleinern (linkeVor- und Herzkammer), haben nach der Lunge zu Oeffnungen (daS sind die Oeffnungen,welche in die Lungenarterie und Lungenvcnen führen). Dies ist aber nur bei einerunten, wo sie angewachsen ist, deutlich. Diese eine ist offenbar die größte der drei,nicht die kleinere oder größere der zwei kleineren, denn bei dieser ist sie nicht allein amdeutlichsten, sondern so beschaffen, daß die ganze Beschreibung ihrer Lage auf sie alleinund auf sie vortrefflich paßt. Die Oeffnungen der kleinsten (linken Vorkammer) sindklein und leicht zu übersehen, die größere der kleinen (linke Herzkammer) hat aber garkeine Oeffnung zur Lunge, hier war also gar keine zu finden, und Aristoteles dachtesie sich nur. Wollte man das auf die kleinste (linke Vorkammer) beziehen,
so würde das mit der Beschreibung des Aristoteles nicht stimmen.