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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
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Scham ist. Ueber dem Nabel liegen die Hypochondrien.Das den Hypochondrien nnd den Weichen Gemeinsame ist dieMagengrube. 3. Von den hintern Theilen bilden die Len-den einen Gürtel; darum führen sie auch den Namen Osphys,sie scheinen nämlich gewissermaßen isophys (d. i. gleichmäßig) zusein. Um den Ausgang liegt aber einmal gleichsam als ein Pol-ster das Gesäß, znm andern die Pfanne, in welcher sich derOberschenkel bewegt. Ein dem Weibe eigenthümliches Organ istdie Hystere'), beim Manne aber das Schamglied, welchessich außerhalb am Ende des Rumpfes befindet und aus zweiTheilen besteht, aus einer fleischigen, glatlcn und so zu sagen sichgleich bleibenden Spitze, welche Eichel heißt, nnd der sie umge-benden nnbenannten Haut, welche, wenn man sie dnrchschneidet,eben so wenig sich wieder vereinigt, wie Wange und Augenlid.Das dieser und der Eichel Gemeinsame aber ist die Vor-haut. 4. Der übrige Theil ist knorplig, leicht schwellbar undkann hcrvortreten und sich zurückziehen, in entgegengesetzter Weise,wie bei den Lophuren^). Unterhalb des Schamgliedes befindensich zwei Hoden; die sie umgebende Haut heißt Hodensack.Die Hoden sind zwar nicht dasselbe mit dem Fleische, aber auchnicht weit davon entfernt^). Welche Bewandtniß es aber mitihnen hat, das wird später H rücksichtlich sämmtlicher genannterTheile überhaupt weitläufiger erörtert werden. 5. Die weiblicheScham hat eine der männlichen entgegengesetzte Beschaffenheit;der Theil unter dem Schamberg ist nämlich vertieft und nicht,wie bei dem Manne, hervorragend. Auch liegt die Harnröhreaußerhalb der Hystere; beim Manne dient sie zugleich zumDurchlässen des Samens, bei beiden aber zum Abfließen der

>) Hier Gebärmutter; die Eierstöcke waren dem Aristoteles imbekaimt.

2) Vergl. Anm. IS zu Kap. 6 des I. Buchs.

3) Die Hoden sind dem Aristoteles nicht die samenbercitendcu Organe; von ihremBau hat er keinen Begriff. In Wirklichkeit besteht der Höbe aus zahlreichen, gewun-denen Röhrchen (Samenröhrchen), die sich zu wenigen verbinden und in die Nebenhodeneindringen, sich zu einem Rohr vereinigen, das als Samenleiter durch den Leistenkanalin die Bauchhöhle dringt.

*>) Vgl, Kap. 14; ferner »I, 1 und bes. äo xsn. nnim,