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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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flüssigen Ausscheidung. Ein dem Halse und der Brust gemein-samer Theil ist die Kehle, ein den Seiten, dem Arm und derSchulter gemeinsamer die Achseln; ein dem Schenkel und demUnterleibe gemeinsamer die Leiste; ein dem Schenkel und Gesäßenach innen gemeinsamer Theil ist der Damm, ein dem Schenkelund Gesäße nach außen gemeinsamer die Gesäßkerbe. 6. Vonden vordern Theilen des Rumpfes wäre also die Rede gewesen,der Hintere Theil der Brust aber ist der Rücken; Theile desRückens sind aber die beiden Schulterblätter und der Rück-grat. Unterwärts aber vom Rumpfe, dem Bauche gegenüber,sind die Lenden. Dem obern und untern Theile aber gemein-sam gehören jederseits acht Nippen ^). Denn über die angeblichsiebcnrippigen Ligyer^) haben wir noch keines GlaubwürdigenZeugniß vernommen.

Elftes Kapitel.

1. Der Mensch hat aber sowohl ein Oben und Unten,ein Vorn und Hinten, als ein Rechts und Links. Dierechts und links gelegenen Theile sind sich indeß einander nahezugleich und sämmtlich dieselben, nur daß die links gelegenen schwä-cher sind. Die vordern sind dagegen von den hintern, so wiedie untern von den obern verschieden, außer etwa in so weit,als die Unterbauchgcgend rücksichtlich der großem oder geringemFleischmenge dem Gesichte, sowie die Beine den Armen entspre-chen, und daß die, welche kurze Oberarme besitzen, wenigstens inder Regel auch kurze Oberschenkel, und die, welche kleine Füßebesitzen, auch kleine Hände haben. 2. Ein paariges Glied ist

2) Daß Aristoteles jeverseits nur 8 Nippen unterscheidet, da eS doch deren 12sind, spricht wieder dafür, daß er nie ein menschliches Gerippe sah. Einen Unterschiedzwischen wahren und falschen Nippen macht er noch nicht, und selbst Galen, der 12Rippen kennt, und die untern 5 als unterscheidet, arbeitete offenbar nach

einem Thiergerippe, da er das Brustbein aus 7 (nicht aus 3) Stücken bestehen läßt(?rc(>L o<7rcu> XM).

0) Die Ligyer oder Ligurier bewohnten den mit den Apenninen zusammenhängen-den Theil der Alpen, zum Theil die Apenninen selbst und galten für einen freien (nichtkeltischen) Stamm ek. Ltrado U, 5, 28).