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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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für den Athen: bildet, ist die Nase; man athmet nämlich durchdiese ein und aus, auch entsteht durch sie das Niesen, da»Hcrvorprcssen gesammelten Athems, unter allen Athembewegungenallein ein ominöses und heiliges Zeichen Das Ein- undAusalhmcn geschieht indcß mittelst der Brust, und ohne diese wäreder Nase das Ein- und Ausathmen unmöglich, weil das Eiu-und Ausarhmen vom Brustkasten aus durch die Kehle und nichtvon irgend einem Theile des Kopfes aus bewerkstelligt wird.Man kann aber auch leben, ohne dieselbe zu gebrauchen. DerGeruch entsteht gleichfalls in diesem Organe, er besteht aber inder Empfindung von Dünsten. Die Nase ist iudeß leicht beweg-lich und nicht, wie das Ohr, von Natur unbeweglich. 5. EinTheil derselben ist einmal der Scheidewandknorpel, dann der hohleKanal; die Nase ist nämlich zweitheilig. Beim Elcphantcn istdie Nase lang und kräftig, und er bedient sich derselben wie einerHand, denn er nimmt zu sich und greift damit und führt einzigund allein unter den Thieren mit ihr sowohl flüssige als festeNahrungsstoffe zum Munde. 6. Auch der Kiefer sind zwei;von ihnen heißt der vordere Theil Kinn, der Hintere aberBacken. Alle Thiere bewegen indcß den Unterkiefer, mit Aus-nahme des Flußkrokodils ' °), welches blos den Oberkiefer bewegt.Unterhalb der Nase befinden sich zwei lcichtbewegliche, fleischigeLippen. Das innerhalb der Kiefer und Lippen befindliche istzder Mund; Theile desselben sind der Gaumen, der Schlundund das Geschmacksorgan, die Zunge. Sie hat ihre Empfin-dung an der Spitze weniger, wo sie sich in die Breite aus-

10) Das Niesen galt bei den Griechen und Römern als eine günstige Vorbedeutung.

o 7707 ^^ 05 , vergl. Theile der Thiere S. 163, Anm. 4.Die von Herodot (U, 69, 69) zuerst angegebene Beweglichkeit des Oberkiefers beimNilkrokodil ist so zu verstehen, daß es den Anschein hat, wegen des großen Unter- und.verhältnißmäßig kleinen übrigen Kopfes, welch' letzterer sich beim Aussperren des Rachenswegen der geringeren Beweglichkeit des Unterkiefers wie ein Schachteldeckel hebt. DieBeweglichkeit des Oberkiefers ist also mehr eine Beweglichkeit des ganzen obern Kops- ^theils, des Oberkiefers nebst Schädel. 6k. 6sotkrox Llsm. äu mus. ä'üist. nnt. IIS. 3756.

*2) Der Geschmack liegt vielmehr an der Zungenwurzcl; die feinste Tastempfindung iober an der Spitze.