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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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nun zwar nach dem Hirn zu keinen Gang 4), Wohl aber nachdem Gaumen 5); auch geht von dem Hirn her eine Ader ^) injedes. Die Augen hängen aber auch mit dem Hirn zusammenund jedes liegt über einem Aederchen ?). 2. Unter allen Thieren,welche diesen Theil besitzen, kann der Mensch allein das Ohrnicht bewegen ; von den Thieren nämlich, welche ein Gehörhaben, besitzen einige Ohren, andere besitzen keine, sondern bloseinen sichtbaren Gang, z. B. die Gefiederten und Gepanzerten.Alle Lebendiggebärenden dagegen, mit Ausnahme der Robbe 2),des Delphins und der übrigen Walle, wenn sie ein Gehör undsichtbare Gehörgänge haben, besitzen auch Ohren (auch die Selachererzeugen ja lebendige Junge). Die Robbe hat indeß noch deut-liche Gänge, mit welchen sie hört, der Delphin dagegen hört zwar,hat aber keine Ohren. Die übrigen Thiere nun bewegen sämmt-lich die Ohren, nur der Mensch allein bewegt sie nicht. 3. DieOhren liegen aber mit den Augen in gleicher Höhe, nicht etwahoher, wie bei einigen Vierfüßlern. Einige Ohren sind nun kahl,andere rauhhaarig, andere halten die Mitte; die die Mitte halten-den sind zum Hören am geeignetsten, deuten aber nicht auf eineGemüthsbeschaffenheit. Auch sind sie bald groß, bald klein, balddie Mitte haltend; sowie bald stark, bald gar nicht aufgerichtet,bald die Mitte haltend; die die Mitte haltenden sind ein Zeichenabsonderlich sanften Gemüthcs, große und stark aufgerichtete da-gegen von Dummheit und Geschwätzigkeit. 4. Der zwischen denAugen, den Ohren und dem Scheitel gelegene Theil heißt dieSchläfe. Ferner der Theil des Antlitzes, Welcher den Gang

Also vom Hirn zum Ohre lei» G ang ES hängt nicht, wie das

Auge, mit dem Hirn zusammen; man muß sich das merken, weil es mit der aristotelischenPhysiologie des Gehör? zusammenhängt; vergl. Theile der Thiere S. 54, Anm. 10.

5) Die Eustachische Röhre (tudaLustacLii), die aus der Paukenhöhle zum Rachen führt.

6) Ohne Zweifel die carotis iutorua, die aus der Spitze des Felsenbeins (durchden cLualis caroticus) in die Schädelhöhle tritt.

7) In der Augenhöhle verlaufen mehrere feine Venen und Arterien.

8) Etwas Weniges ist das Ohr allerdings durch die musouli rotralwutss aurlculaszu bewegen.

2)-'xy (vergl. Theile der Thiere S. 57, Anm. 3), die Ohrenrobbr (Ots-ri»Z kvron.) kannte Aristoteles natürlich nicht.

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