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Gesichts am geeignetsten. Der Mensch hat dagegen unter denThieren entweder allein, oder doch vorzüglich mehrfarbige Augen ^);bei den übrigen ist allemal nur eine Farbe vorhanden. Dochfinden sich auch einzelne Pferde mit Hellen Augen ^). 5. MancheAugen sind aber groß, manche klein, die die Mitte haltenden sinddie besten. Auch stehen sie entweder bedeutend hervor oder liegentief oder halten die Mitte. Von diesen sehen die tiefliegendenbei jedem Thier vor allen am schärfsten, die die Mitte haltendendeuten auf eine absonderlich gute Gemüthsart. Auch sind dieAugen entweder blinzelnd oder starr oder halten die Mitte. Diedie Mitte haltenden deuten auf eine besonders gute Gemüthsart,von den beiden andern sind diese schamlos, jene unsicher.
Neuntes Kapitel.
1. Der Theil des Kopfes, mit welchem man hört, ohne da-mit zu athmen, ist das Ohr. Alkmäon >) hat nämlich Un-recht, wenn er behauptet, daß die Ziegen durch die Ohren Luftholen. Vom Ohre hat der eine Theil keinen Namen ^), der andereheißt Ohrläppchen. Das ganze wird aus Knorpel und Fleischgebildet. Innen hat es eine Beschaffenheit wie die Strombenam Ende aber einen dem Ohre ähnlichen Knochen, in welchengleichsam in den letzten Behälter der Schall gelangt. Dieses hat
5) D. i. bei verschiedenen Menschen ist die Iris verschieden gefärbt.
6) Pferde mit sogenanntem Glasauge; vergl. äs xsn. an. V, 1.
^ Alkmäon, Sohn des PirithouS, aus Kroton gebürtig; nach DiogenesLaörtiuS (V1U, 5) Schüler des Pythagoras, was nach Aristoteles' Bemerkung(LlotaxL. 1, 5) wohl möglich ist, als Arzt, Zootom und Philosoph berühmt. Daß dieZiegen auch durch die Ohren athmen, theilt Aelian (List. au. 1, 53) als eine Er-zählung der Hirten und Schäfer mit. Plinius (L. nat. V111, 76) vindicirt dieseErfindung dem ArchelauS (Luridus sas sxiraro, non naridus, nso nn<inain ksbri oarsrs,^.roLsIans autor ost sto.). Bei PliniuS wirb eS wohl ein Gedächtniß- oder Schreib-fehler sein; denn mit Mercurialis (var. Isotionos II, 10) den Aristoteles nach Pli-nius emendiren zu wollen, scheint unstatthaft, da ArchelauS zu der Zeit der Ptolemäer,also nach Aristoteles lebte.
*) Der knorpelige Theil der Ohrmuschel.
6) oi (List. an. IV, 4, 5; V, 13, 7; äs xart. U, 17 zu Ende) sind
gewundene Schnecken, deren genauere Deutung unmöglich ist.