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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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welchen sie groß ist, sind langsam, die, bei welchen sie kleinist, behende, die, bei welchen sie breit ist, aufgeregt, die, bei welchensie rund ist, jähzornig. 2. Unterhalb der Stirn aber liegendie beiden Angenbrauncn; geradlinige deuten auf einen sanf-ten Charakter, nach der Nase zu gebogene auf einen mürrischen,nach den Schläfen hin auf einen hämischen und spöttischen,heruntcrgezogene auf Neid. Unterhalb dieser liegen die Augen;ihrer sind naturgemäß zwei; Thcile eines jeden derselben sinddas obere und untere Augenlid, die Haare an den Ränderndieser, die Wimpern. Innerhalb des Auges liegt die Flüssig-keit, mit der man sieht, die Korä^), um diese herum dasDunkle 3), außerhalb dieses das Weiße. Das obere und

untere Lid bilden gemeinschaftlich zwei Augenwinkel, einennach der Nase und einen nach den Schläfen hin. Sind diesegroß, so ist das ein Zeichen von Hinterlist, wo sich aber gleich-sam fleischige Kämme nach der Nase hin befinden, von Bosheit.

3. Sämmtliche Thiergattungcn mit Ausnahme der Schal- undsonstiger unvollkommener Thiere haben übrigens Augen, die Leben-diggebärenden aber alle, den Maulwurf ausgenommen. Vondiesem könnte man nämlich in gewissem Sinne behaupten, er habeAugen, und auch, er habe ganz und gar keine. Er sicht nämlichweder überhaupt, noch hat er äußerlich bemerkbare Augen; ziehtman aber die Haut ab, so zeigt er doch die Stelle der Augäpfelund das Dunkle der Augen in der den Augen naturgemäßaußen zukommcndcn Stellung und Lage, gleich als ob sie bei derEntwicklung verkümmert und von der Haut überzogen wären.

4. Das Weiße des Auges ist indeß in der Regel bei allengleichartig, das sogenannte Dunkle dagegen wechselt; bei einigenist es nämlich schwarz, bei andern lebhaft hell, bei einigen dunkel-blau, bei noch andern ziegenaugenfarbig. Dieses ist zugleich einZeichen von äußerst sanfter Gemüthsart und für die Schärfe des

2> ist nicht Pupille, sondern der ganze durchsichtige Inhalt des Auges, der

Lichtbrcchapparat. Wir haben dafür leinen entsprechenden deutschen Ausdruck.

ro das Dunkele. Aus dem Folgenden ergibt sich, daß darunter

nicht etwa die Pigmenthaut, sondern die Iris zu verstehen ist.

vergl. Anm. 2S zu Kap. V des I. Buchs.

Aristoteles. Nat. b. Thiere. I.

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