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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Siebentes Kapitel.

1. Die hauptsächlichsten Theile nun, in welche der ganzeKörper zerfällt, sind folgende: Kopf, Hals, die beiden Arme,die beiden Beine und der vom Halse bis an die Schamthcilesich erstreckende Abschnitt, welchen man Rumpf') nennt. Vonden Theilcn des Kopfes nun heißt der behaarte der Schädel, vondiesem der vordere, nach der Geburt gebildete (er wird nämlichvon allen Knochen des Kopfes am spätesten fest) das Bregma^),der Hintere Hinterkopf^), der zwischen Brcgma und Hintcrkopfin der Mitte gelegene Scheitel^). Unter dem Bregma liegtdas Hirn, der Hintcrkopf dagegen ist leer^); der ganze Schädelist aber ein dünner, gewölbter, von einer fleischlosen °) Haut um-gebener Knochen. Er hat indeß zackige Nähte, und zwar bei den

') bezeichnet dm ganze» Rumpf, ob. äs gart. IV, I 0; sonst heißt Rumpf

2) ck. Theile der Thiere S. 49, Amu. 16 Ist nicht Scheitelbein, über-

haupt kein besonderer Knochen, sonder» dis große, dem Stirnbein und den beiden Scheitel-beinen angehörende Fontanelle; daher hier unübersetzbar.

6) bezeichnet, wie sich aus dieser Stelle klar ergibt, den Hinteren Theil

des behaarten Schädels; es ist also entschieden unrichtig, darunter die Nacken-grube »erstehen zu wollen, wie Sonnenburg szoologisch-kritische Bemerkungen zuAristoteles' Thiergcschichte, Bonn 18 57. 12. S. 9 kg.) will. Auch Galen nenntdas Hinterhauptsbein rr-eor^,' vcrgl. die Stelle in Anm. 8.

bezeichnet die Scheitelung des Haares, den Haarwirbel, und dendarunter liegenden Theil des Schädels.

"> rv cH^or-rerr'oi-. Sou neu bürg hat sich, wie dies schon vor 60 JahrenC. Sprengel (Geschichte der Arzneik. I, x. 504) that, die undankbare Mühe gegeben,den hier zu Grunde liegenden Zrrthum des Aristoteles vielmehr dessen Interpreten zuimputiren. In meinen Lxmbolao LristotsUs auimalinm, xraosortim avium anato-miam. Lloaast. 1888. 4 lp. 11 13) habe ich die vielfachen Jrrthümer, in welcheSonnenburg in seiner vorgefaßten Meinung hincingetrieben wird, dargclegt undnachgewiesen, daß diese verkehrte Ansicht des Aristoteles nicht blos aus den Wortendes Aristoteles aufs Evidenteste hervorgeht, sondern auch mit seinen teleologischenAnsichten innigst zusammenhä » gt. ES wäre überflüssig, hier nochmals daraufzurückzukommen.

6) Diese Haut ist keineswegs fleischlos,